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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2017 > Bericht vom 14.06.2017 ]

Ausstellung "Kalter Krieg" am MKG Wegberg mit Besuch von Politiker Norbert Spinrath

Vom 18. Mai bis zum 8. Juni 2017 fand am MKG Wegberg eine Wanderausstellung zum Thema "Der Kalte Krieg" statt. Die Ausstellung wurde dem MKG durch das SPD-Wahlkreisbüro des Kreises Heinsberg zur Verfügung gestellt.

Die gegensätzlichen Ideologien zwischen der Sowjetunion und den westlichen Ländern waren die Ursache für den Ost-/Westkonflikt und ein Anlass für den Kalten Krieg. Doch Ausgangspunkt war die Verkündigung der Truman-Doktrin.

Die Geschichte des Kalten Krieges reicht von 1947 bis zum Jahre 1990, in dieser Zeit geschahen viele wichtige Ereignisse. Dafür unterteilte man das Verhalten der Gegner in sechs Phasen. Zum einen die Verdeutlichung der gegensätzlichen Anschauungen und Interessen, dann die Konflikte, die zur "Kuba-Krise" führten, danach folgte das Akzeptieren der gegebenen Machtverteilung. In der vierten Phase kam es zu einer Entspannung des Ost-/Westkonflikts durch Aufrüstung, Abkommen und Verträge. Die Entspannung hielt nicht lange an, denn die UdSSR stellte neue Atomraketen in Europa, die NATO drohte damit, dass sie neue Raketen stationiert, und die USA entwarf einen neuen Plan des Weltraumes. Gleichzeitig verabschiedete letztlich die Sowjetunion Reformen, welche den sogenannten "Ostblock" auflösten und zum Ende des Ost-/Westkonflikts führten.

Begleitend zur Ausstellung im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums fand am 8. Juni auf Initiative der Klasse 9b und ihrer Geschichtslehrerin Frau Susanne Disoski ein Gespräch mit dem europapolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Norbert Spinrath, statt. Sowohl die Klasse 9b als auch die Schüler der Klasse 9c waren anwesend. Das Gespräch wurde von zwei Schülerinnen aus der 9b, Sophie Spanier und Laura Bojcun, moderiert.

Norbert Spinrath am MKG Wegberg.

Das Lied "Dear Mr. President" von P!NK eröffnete die Veranstaltung. Die Moderatorinnen leiteten nun in die zuvor im Unterricht vorbereitete Diskussion mit Herrn Spinrath über. Dabei wurden unterschiedliche aktuelle Themen angesprochen.

Zum einen thematisierten die Schüler den Terrorismus. Norbert Spinrath betonte dabei, dass man nicht alles verhindern kann und auch nicht überzogen reagieren sollte. Er verwies auch darauf, dass die Täter der Anschläge keine Flüchtlinge aus dieser Zeit waren, sondern Menschen, die schon länger hier wohnen. Leider gäben immer mehr Bürger den Flüchtlingen die Schuld dafür und das sei falsch.

Des Weiteren wurde über das Ergebnis der Landtagswahl in NRW diskutiert. Die SPD habe große Fehler gemacht, nur "NRWir", das Wohlfühlen, reiche nicht aus, so Norbert Spinrath. Doch auf der anderen Seite habe die CDU mit Lügen und falschen Zahlen gearbeitet. Er bezeichnete ein solches Handeln als "blanken Populismus" und betonte, die SPD würde keinesfalls auf diesen Stil eingehen. Auch zur AfD gab der Politiker ein klares Statement ab: Die AfD sei keine Alternative für Deutschland, sondern eine Schande. Er wünschte sich, "die Rechtspopulisten aus der Politik rauszuhaben."

Zuletzt stand auch der Kalte Krieg auf der Tagesordnung. Das gravierendste Ereignis war für Norbert Spinrath die Kuba-Krise. Denn um Sekunden sei man an dem Dritten Weltkrieg noch so gerade "vorbeigeschrappt." Zudem sagte er aus, er sei gegen den Besitz und die Anwendung von Atomwaffen. Für ihn gebe es auch noch heute einige gefährliche Länder, wie Nordkorea, Staaten Afrikas, Russland und auch Staaten im Nahen und Mittleren Osten. Doch was sollte man tun, um Kriege zu verhindern? Norbert Spinrath ist der Meinung, dass man sich partnerschaftlich verhalten soll, mehr Gemeinschaftssinn entwickeln muss und weniger Egoismus. Es sei wichtig, Konflikte mit Worten zu lösen.

Zum Abschluss bedankten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bei Herrn Spinrath für die Möglichkeit, mit einem Vertreter der Bundespolitik über aktuelle politische Themen diskutieren zu können.

Von Jane Grabolle (Jgst. Q1)