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Deutsche Schülerakademie 2019 - Beobachtende Kosmologie

Die Deutsche Schülerakademie. Ein Erlebnis, das nicht zu beschreiben ist! Man kann die Atmosphäre, das Akademie-Feeling, einfach nicht in Worte fassen. Wie ein Gefühl, das ihr ganz deutlich wahrnehmt, auch genau wisst, was es für euch bedeutet, es aber anderen doch nicht erklären könnt. Das ist die Deutsche Schülerakademie.

Es sind sechzehn Tage lernen, wo sich wahrscheinlich viele jetzt denken: "Lernen in den Ferien, wer macht das denn freiwillig?" Sechzehn Tage bis ein Uhr morgens an der Doku oder am Vortrag arbeiten und sechzehn Tage Schlafmangel, weil es um halb acht morgens schon wieder weitergeht. Also nochmal die Frage: Wer tut sich so etwas freiwillig an? Die Antwort ist ganz einfach. Laut "Bildung und Begabung", dem Verein, der das Ganze organisiert, richtetet sich die Deutsche Schülerakademie an motivierte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe. Die Schülerakademie ist nicht wie andere Angebote, z.B. MINT-EC, spezialisiert auf einen bestimmten Fachbereich. Bei der Deutschen Schülerakademie gibt es Angebote für alle.

Das Angebot ist breitgefächert: Sei es nun der Kurs "Beobachtende Kosmologie", den ich besucht habe, für Leute, die Physik lieben und gerne in die Sterne gucken, oder sei es der Kurs "Topologie der Daten" für die Mathematiker unter uns, die sich damit beschäftigen, ob ein Donut und eine Kaffeetasse das gleiche sind oder ob da doch ein Unterschied besteht, oder der Kurs "Es ist kompliziert" für die, die interessiert an Religion und den Beziehungen unter den einzelnen Religionen sind, oder aber für die Politiker unter uns, die sich mit Modellen internationaler Ordnung beschäftigen, oder für alle Philosophen, die darüber diskutieren, ob ein Bild nun die Wahrheit zeigt oder ob allein durch die Tatsache, dass man das Bild gemacht hat, die Wahrheit verfälscht wurde. Und zu guter Letzt gab es auch ein Angebot für unsere Linguisten, die sich im Kurs "Sprache, Welt und Bedeutung" mit der Bedeutung der Sprache und ihrem Aufbau beschäftigt haben.

Aber wir haben natürlich nicht den ganzen Tag nur gelernt. Zwischen den Kursschienen war immer Zeit für unsere KüAs, die kursübergreifenden Angebote: In Angeboten von Teilnehmern für Teilnehmer konnte man verschiedene Sportarten ausprobieren von Ballett über Volleyball bis hin zu Paartanz. Aber auch für die Kreativen war etwas dabei. So konnte man nähen, Bänder knüpfen oder auf Leinwand malen. Und was natürlich nicht fehlen darf, ist unsere KüMu, die kursübergreifende Musik. In verschiedenen Ensembles, im Chor, im Kammerchor und im Orchester, wurden Stücke eingeübt, welche im Rahmen eines großen Akademiekonzerts am Ende vorgeführt wurden.

Und was ganz wichtig ist: Die Deutsche Schülerakademie ist multikulturell. An der Schülerakademie können nicht nur Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die in Deutschland zur Schule gehen, sondern auch Schülerinnen und Schüler aus anderen Ländern, die dort eine deutsche Schule besuchen. So hatten wir Teilnehmer aus Alexandria in Ägypten, Athen in Griechenland, Frankreich und Spanien. Und mindestens ein Viertel der Teilnehmer ist zweisprachig aufgewachsen.

Damit kommen wir zu einem Punkt, den ich vorhin bei den KüAs vergessen habe: die Sprachen. Im Laufe der Akademie wurden rund 26 verschiedene Sprachen angeboten von Japanisch über Spanisch bis hin zu Lele, einer Sprache, bei der eine der Kursleiterinnen die Grammatik und das Vokabular als Erste analysiert und festgehalten hat.

Nun stellt sich die Frage: "Was hat mir die Teilnahme an der Deutschen Akademie gebracht?" Natürlich weiß ich jetzt mehr als vorher über Sterne und das Universum und ich kann jetzt tanzen, zumindest die Grundschritte. In den sechzehn Tagen der Deutschen Schülerakademie habe ich so viele Freunde gefunden, wirklich gute Freunde, bei denen man nach sechzehn Tagen das Gefühl hatte, sie schon sein ganzes Leben lang zu kennen, sodass der Abschied von all den Leuten ein einziges Meer aus Tränen war. Ein Abschied auf Zeit, da, auch wenn man nur einmal im Leben zur Deutschen Schülerakademie darf, durch die Freundschaften, die geschlossen wurden, und durch den CdE, den Club der Ehemaligen, ein Wiedersehen unausweichlich ist. Genauso wie die Akademie werden auch vom CdE Akademien veranstaltet, um allen die Chance zu geben, so etwas noch einmal zu erleben. Denn die Deutsche Schülerakademie ist ein Erlebnis, das man nie vergessen wird und das man am liebsten immer wieder wiederholen will.

Von Sophia Schreinemacher (Jgst. Q2)