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MINT-EC-Akademie "Cammp Week"

Was ist das überhaupt?

"Cammp" bedeutet "Computational and Mathematical Modelling Program". Zu diesem Thema fand vom 9. bis zum 14. September 2019 die MINT-EC-Akademie in Karlsruhe am KIT (Karlsruher Institut für Technologie) für 7 Schülerinnen und 17 Schüler aus ganz Deutschland und der Türkei statt.

Das Programm startete verspätet um 15:30 Uhr mit einem gemeinsamen Weg zum KIT und zum Gebäude für Mathematik. Hier wurden wir von den Organisatoren empfangen und in Gruppen für die Woche eingeteilt.

Anschließend machten wir in diesen Gruppen im Regen eine Stadtrallye, bei der wir unterschiedliche Fragen beantworten mussten. Eine Aufgabe war zum Beispiel herauszufinden, welches untypische Bauwerk auf dem Rathausplatz steht. Es handelt sich um eine Pyramide, die das Grabmal des Stadtgründers Karl Wilhelm von Baden-Durlach ist. Eine weitere Aufgabe bestand darin, ein kreatives Foto mit dem Dino vor dem Naturkundemuseum zu schießen. Das Lösungswort der Rallye bildete die Adresse des Restaurants, in dem wir zu Abend aßen.

Wir nutzen den Abend als Gelegenheit, um uns mit den anderen Gruppen auszutauschen. Im Rahmen des abendlichen Plenums lernten wir uns spielerisch besser kennen. So erfuhren wir unter Anderem den letzten Urlaubsort und die Lieblingsserie oder den Lieblingsfilm voneinander.

Am folgenden Morgen machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Uni. Nach einer Einführung in die mathematische Modellierung erhielten wir unsere Problemstellungen. Diese waren "Automatische Erkennung von Initialen im Buchdruck", "Optimale Vorhersagen von Bikesharing", "Optimierte Datenzugriffe in verteilten Rechensystemen" und "3D-Rekonstruktion der Altstadt von Bremen".

Meine Gruppe befasste sich mit den Rechensystemen. Jede Gruppe bekam einen Betreuer zur Seite gestellt, der bei Schwierigkeiten helfen konnte. Die Aufgabe sollte mit dem Programm MatLab modelliert werden. Wir hatten viele Probleme bei der Umsetzung, da unser Programm in MatLab z.B. 99,94% langsamer als ein Vergleichsprogramm in einer anderen Programmiersprache war. Aus diesem Grund überzeugten wir unseren Betreuer davon, dass wir eine andere Sprache, nämlich Java, nutzen wollten. Der Vorteil war auch, dass wir alle bereits Erfahrungen mit dieser Sprache hatten und so besser damit umgehen konnten.

Der freie Abend begann nach einem kurzen Plenum in der Uni. Wir nutzten die Zeit, um essen zu gehen, Karlsruhe weiter zu erkunden und die Schlosslichtspiele anzuschauen. Auf die Schlossfassade wurden spektakuläre Lichtshows projiziert und mit passender Musik untermalt. Die Schlosslichtspiele fanden zum fünften Mal in Karlsruhe statt und dauern mehrere Wochen. Man kann sie kostenfrei genießen.

Am folgenden Tag arbeiteten wir an unseren Problemen, hielten unsere Ideen an der Tafel fest und fingen an, die Plakate für die Präsentation am Freitag zu erstellen. Außerdem mussten wir einen Bericht über die Vorgehensweise und das Ergebnis schreiben und eine Präsentation vorbereiten. Das Programm LaTeX sollten wir verwenden, mit dem auch häufig in Universitäten gearbeitet wird.

Nach dem Abendessen in der Uni arbeiteten wir weiter. Den Rückweg nutzten wir, um uns noch einmal die Schlosslichtspiele anzuschauen.

Mittwochvormittag wurde ein Vortrag mit dem Thema "Studieren am KIT" von einem Studienberater gehalten. Dieser versorgte uns mit vielen Informationen zum Studieren am KIT.

Nachmittags unternahmen wir gemeinsam eine Wanderung zum Turmberg in Durlach. Dort hatten wir Zeit, den Ausblick über Karlsruhe zu genießen und die Umgebung zu erkunden.

Anschließend aßen wir in der Uni Sandwiches und nutzten den Abend, um weiter zu arbeiten.

Der Donnerstag war der letzte Tag auf dem Campus Süd. Wir mussten alles fertigstellen und am Nachmittag Probevorträge halten. Dabei bekamen wir von unseren Betreuern viel hilfreiches Feedback, wie man die Präsentation optimieren kann und worauf man achten sollte. Danach überarbeiteten wir bis 1 Uhr nachts in der Uni unseren Vortrag und setzten einen Großteil der Anregungen unseres Betreuers um. Nach dieser Nachtschicht waren wir alle froh, dass die Präsentation, der Bericht, das Plakat und unser Programm vollendet waren.

Am letzten Tag räumten wir in der Uni auf und wurden dann mit einem Shuttle zum Campus Nord gebracht. Unsere Ergebnisse stellten wir einem ca. 50-köpfigen Publikum vor, welches sich aus allen Teilnehmern, unseren Problemstellern und interessierten Mitarbeitern der Uni zusammensetzte. Jede Gruppe bekam 15 Minuten Zeit, um ihre Ergebnisse zu präsentieren. Belohnt wurden wir mit viel Lob und positivem Feedback für unsere gelungene Umsetzung.

Eine Führung durch das Rechenzentrum bildete den Abschluss des MINT-Camps.

Am Ende wurden alle zum Bahnhof gebracht, um die Heimreise anzutreten.

Vielen Dank an MINT-EC und die Organisatoren von CAMMP für diese rundum gelungene Veranstaltung. In einer eindrucksvollen Woche haben wir alle viel gelernt.

Ich kann es jedem nur empfehlen, an MINT-EC-Veranstaltungen teilzunehmen.

Von Nina Münch (Jgst. Q1)
Bilder: © MINT EC