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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2021 > Bericht vom 08.11.2021 ]

Zurück auf den Brettern, die die Welt bedeuten

Der zehnte Geburtstag der Open Stage im Maximilian-Kolbe-Gymnasium musste 2020 ausfallen. Umso mehr freuten sich die jungen musikalischen Talente, jetzt wieder an alte Erfolge anknüpfen zu können.


Ximena Linnertz Cepeda sang bei der Open Stage "Back to
Black" von Amy Winehouse. (RP-Foto: Ruth Klapproth)

Die kreative Durststrecke war lang und hart: Corona-bedingt konnten die jungen Talente des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums (MKG) zwei Jahre lang nicht auf die Bretter steigen, die die Welt bedeuten. Um vor Publikum zu zeigen, was sie können. Am Donnerstagabend war es endlich wieder soweit. Die beliebte Open Stage feierte ihre musikalische Wiederauferstehung.

Dabei mussten die beteiligten Schüler und Lehrer zunächst noch Abstriche machen – nicht künstlerisch, sondern organisatorisch. Denn Einlass gewähren konnten sie nur 100 getesteten, genesenen oder geimpften Personen entsprechend der 3G-Regelung, deren Einhaltung am Eingang zum Pädagogischen Zentrum streng überprüft wurde. Während des Programms und in der Pause war das Lüften Pflicht. "Eigentlich hätten wir im vergangenen Jahr den zehnten Geburtstag der Open Stage feiern können", sagte Musiklehrer Alexander Hergert, der die Veranstaltungsreihe von Anfang an mitbetreut hat. Das soll nun im nächsten Jahr endlich nachgeholt werden.

Die Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 bis Q2 unternahmen einen kurzweiligen Streifzug durch die Musikgeschichte und diverse Genres. Von The Animals über ABBA und die Filmmusik aus Harry Potter bis hin zu Amy Winehouse, Bruno Mars und Ed Sheeran boten sie ein reichhaltiges Programm für alle Musikfreunde – instrumental ebenso wie vokal. Klar in der Mehrheit waren dabei die Schülerinnen: Den Anfang machte Ximena Linnertz Cepeda mit einer kraftvollen Interpretation von "Back to Black", gefolgt von Lena Fähnrich, die mit viel Gefühl die Ballade "Us" von James Bay darbot. Linus Kaluza aus der 6a demonstrierte am Klavier, dass er das Instrument trotz seiner jungen Jahre vortrefflich beherrscht. Gleich vier Stücke hatte er mitgebracht, darunter "Hedwig's Theme" aus den Harry-Potter-Filmen.

Gänsehaut-Momente garantierte Keana Macario aus der Klasse EF, indem sie "Talking to the Moon" von Bruno Mars mitreißend und ausdrucksstark zu ihrem eigenen Lied machte. Im harmonischen Duett mit Ximena Linnertz Cepeda glänzten beide Schülerinnen ein weiteres Mal, als sie "I see fire" von Ed Sheeran anstimmten. Ein Gitarrenduo aus der 5b und 6a stellte unter Beweis, dass es nicht unbedingt einer guten Stimme bedarf, um zu begeistern.

Für einen würdigen Abschluss sorgte der zweite männliche Interpret des Abends, Tobias Pastwa aus der 9c. Druckvoll gab er "Human" von Christina Perri und "Angels" von Robbie Williams zum Besten. Es dauerte nicht lange, bis im Publikum Handy-Taschenlampen zum Einsatz kamen und die Arme rhythmisch in die Höhe gereckt wurden.

Das Publikum geizte nicht mit tosendem Applaus nach jedem Beitrag. Selbstverständlich für alle Akteurinnen und Akteure, aber auch für das Moderatoren-Duo Kilian Andermahr und Benedikt Krichel. Die beiden waren beherzt eingesprungen, als der ursprüngliche Moderator wegen Krankheit kurzfristig ausgefallen war. Und sie machten ihre Sache zur Zufriedenheit aller Beteiigter. Ihr einhelliges Fazit: "Die Open Stage wird weiterhin Bestand haben, wenn man sieht, wie viele Talente es hier gibt."

Zum Dank gab’s eine Vorratspackung Schokoriegel aus den Händen von Musiklehrer Alexander Hergert. Der wiederum bekam einen Blumenstrauß für seinen langjährigen Einsatz für die jungen Künstlerinnen und Künstler am MKG. Weiße Rosen erhielt das gesamte Ensemble, als es geschlossen auf die Bühne trat und mit einem donnernden Applaus bedacht wurde.

Eine Bühne für alle jungen Talente

Technik: Auch hinter den Kulissen der Open Stage waren zahlreiche helfende Hände für die Open Stage im Einsatz: Die Bühne musste ins richtige Licht gerückt und der Ton überwacht werden. Nur wenn die Technik funktioniert, können die Künstlerinnen und Künstler glänzen.

Prinzip: Ein Casting findet im Vorfeld nicht statt: Alle Schülerinnen und Schüler, die Lust haben, dürfen bei der Open Stage auftreten – egal ob Anfänger oder alter Hase.

Programm: Die Auftritte müssen übrigens nicht auf den musikalischen Bereich beschränkt sein. Die Open Stage bietet auch Raum für Vertreterinnen und Vertreter aller anderen künstlerischen Genres.

Von Stephan Vallata
Rheinische Post, 08.11.2021