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> Bericht vom 10.07.2025 ]
Abitur-Gottesdienst und -Entlassfeier am MKG Wegberg Am Freitag, dem 04.07.2025, fand der ökumenische Abschlussgottesdienst der Abiturientia 2025 unter dem Motto "Geht in die Welt und erzählt eure Geschichten" in St. Vincentius in Beeck statt. Zu Anfang wurde das passend ausgesuchte Lied "Da berühren sich Himmel und Erde" gesungen. Denn die immer wiederkehrende Zeile "neu beginnen, ganz neu" passt zu der jetzigen Situation der Abiturient*innen, die nun ein großes Kapitel in ihrem Leben abgeschlossen haben und einen neuen Lebensabschnitt anfangen werden. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Puschke, Klaudia Rath und Herrn Offergeld und einer Einleitung des Abiturienten Tobias Pastwa, der zusammen mit seinen Mitschülerinnen Merle Bandemer und Maya Beust mit Unterstützung von Frau Rath den Gottesdienst vorbereitet hatte, ging es zum Hauptteil, nämlich der Auswertung einer Umfrage, über. Denn das Motto des Gottesdienstes war etwas abgewandelt von dem Bibelvers in Markus,16,15: "Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur." An dieser Stelle trägt Jesus den Jüngern auf, sein Evangelium zu verkünden. Frau Rath, Maya, Merle und Tobias haben das auf die Situation der Abiturientinnen und Abiturienten übertragen, die in diesem Fall ihr eigenes "Evangelium" von ihrem eigenen Leben erzählen sollten. Deswegen hingen an drei Wänden in der Kirche jeweils eine Frage und die Antworten des Abiturjahrgangs darauf in der Form einer Girlande. Diese "Lebenslinien" waren gefüllt von verschiedensten persönlichen Erfahrungen der individuellen Personen. Es war ein Gänsehaut-Moment, als die Zettel nacheinander vorgelesen wurden und man einen kleinen Einblick in die bisherige Lebensgeschichte der Abiturient*innen bekam. Aber der Abi-Gottesdienst thematisierte nicht nur den Abschluss eines Lebensabschnittes, sondern auch den Anfang eines neuen Kapitels. So wurde den Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg gegeben, sich mit ihren bisherigen Geschichten "in die Wellen" zu begeben und ihre "Lebensgeschichten mit mehr Leben [zu] füllen, und sie [zu] erzählen." Der Gottesdienst war wunderschön abgerundet durch einen musikalischen Beitrag von Lisa Cremers, die "Halleluja" unter Begleitung von Herrn Hergert am Klavier sang. Außerdem passte das gemeinsam gesungene Lied "Möge die Straße", ein irischer Segenswunsch für Abschiede, wieder perfekt zum Anlass. Nachdem für die Kollekte, die dieses Jahr an die All4All AG geht, gesammelt worden war, hatten die Verwandten und Lehrer*innen die Chance, ihre Wünsche für die Abiturient*innen auszusprechen. Mit dabei waren Friede und Freiheit, auch wegen der aktuellen politischen Situation an vielen Orten in der Welt. Auch die Mitglieder des Vorbereitungsteams hatten eine Botschaft in Form einer Meditation vorbereitet, in der sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern den Auftrag zu Selbstbestimmung, Eigensinn und Individualität gaben. Nach dem still gebeteten Vater Unser und dem Segen durch Pfarrer Puschke bildete das allseits bekannte Lied "Laudato si" den Abschluss des Gottesdienstes, der zusammen mit dem Einschulungsgottesdienst vor acht Jahren die gesamte Schulzeit des Abiturjahrgangs auf dem MKG einrahmte. Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Abiturientinnen und Abiturienten mit dem Abiturmotto "FerrABI - 12 Runden gedreht und endlich im Ziel angekommen" tatsächlich im Ziel, also der lang ersehnten Abitur-Entlassfeier, angekommen. Nach einer Rede von Herrn Ingenrieth, in der der ehemalige Schulleiter Herr Meersmann, das gesamte Lehrerkollegium, die Vertreter*innen der Stadt, die Eltern und ganz besonders die Abiturientia begrüßt wurden, konnte das Publikum zunächst einem hinreißenden Beitrag von Alina Kleinermanns aus der Klasse 10a, die "Voilà" sang und dabei ebenso von Herrn Hergert am Klavier begleitet wurde, lauschen. 
Dann richtete der Bürgermeister, Christian Pape, seine Worte an den Abiturjahrgang. Er sprach aus, was wahrscheinlich alle Eltern und weitere Verwandten der Absolvent*innen dachten: "Wo ist nur die Zeit geblieben?" Er wünschte in seiner Ansprache dem Jahrgang viel Erfolg und Glück im weiteren Leben und erinnerte die ehemaligen Schüler*innen daran, dass sie "jetzt alles in der Hand" haben. Er versicherte ihnen aber auch, dass sie, auch wenn sie erstmal das Bedürfnis verspürten zu reisen, in Wegberg immer einen Platz hätten und zu der Stadt dazugehören würden. 
Darauf folgte die Rede unserer Schulleiterin, Maj Kuchenbecker, die traditionsgemäß mit Metaphern rund um das Abi-Motto "FerrABI" gefüllt war. Sie beschrieb, wie die "Rennfahrer" zwar keine zwölf Runden auf dem Grenzlandring, der ehemaligen Rennstrecke, aber dafür zwölf Runden auf dem MKG gedreht haben. Die Abiturientinnen und Abiturienten seien durch Schulfächer wie Pädagogik "gecruist" und hätten sie dabei immer an einen Ferrari erinnert: "rot, eigenwillig, elegant". Zum Schluss bedankte sich Frau Kuchenbecker für das Engagement, die Verlässlichkeit und die Varietät der ehemaligen Schüler*innen und wünschte ihnen noch eine "gute Fahrt durchs Leben: Mit Herz, Hirn (und Handbremse wenn es nötig ist)". Die nächste musikalische Einlage übernahm Tobias Pastwa, der in den letzten Jahren so gut wie jede Veranstaltung am MKG durch sein Singen begleitet hatte, mit "Black Velvet". 
Anschließend wollten es sich die beiden Schülersprecher, Tom Schellkes und Magnus Schmitz, nicht nehmen lassen "abzurechnen" mit einer letzten, humorvollen Rede. Beim Schreiben der Rede hätten sie jedoch gemerkt, dass obwohl die letzten acht Jahre an dieser Schule sich wie eine TÜV-Hauptprüfung angefühlt hätten, sie sich in der "Werkstatt" dank der "Mechaniker" sehr wohlgefühlt und somit gar keinen Grund für eine Abrechnung hätten. Dafür bedankten sich die beiden vertretend für die Stufe bei der Lehrerschaft. Auch bei den Eltern, die das "Grundgerüst designt und gebaut" hatten, bedankten sie sich sehr für die Unterstützung in den letzten Jahren. Die "Werkstattengel", Wilma Blajer, Katharina Jureschko und Andrea Stever, und der "beste Hutträger" und "Mutter mit Bart", Christoph Wachtel gingen in Bezug auf Dankesworte der beiden Redner auch nicht leer aus. Zum Schluss bedankten sich Tom und Magnus noch bei den BT-Lehrer*innen, Sandra Stevens und Sebastian Lenders, und besonders bei Eric Horn, dem Oberstufenkoordinator. Die acht Jahre seinen dank all dieser Menschen eine "geile Zeit" gewesen. Eben genannte BT-Lehrer*innen hielten kurz vor den Besten-Ehrungen ebenso noch eine letzte Ansprache an die Q2, in der sie an Anekdoten in Bezug auf den Abiturjahrgang erinnerten, die viele zum Schmunzeln brachten. Die Abiturient*innen sollten stolz auf sich sein und ihren großen Erfolg feiern, da sie - auch wenn die Lehrer*innen manchmal statt an einen "Ferrari" an einen "Trabbi" gedacht hätten - ihr "erstes Rennen" geschafft haben. Nach dem Abschlusswunsch der BT-Lehrer*innen "Fahrt vorsichtig und passt gut auf euch auf!" und einem letzten musikalischen Beitrag des Musikkurses der Q2 mit dem Titel "Das kann uns keiner nehmen" konnte die lang ersehnte Zertifikatsübergabe dann starten. Zunächst einmal die Zahlen: 65 Personen in dem Abi-Jahrgang haben ihr Abitur bestanden. Herzlichen Glückwunsch! Davon haben 14 Leute ein Einser-Abitur. Sechs Abiturient*innen haben einen Durchschnitt, der 1,4 oder besser ist, und konnten an der Besten-Ehrung teilnehmen: Drei Personen haben einen Durchschnitt von genau 1,4; eine Person hat einen Durchschnitt von 1,3 und sogar zwei Schüler*innen haben einen Abiturdurchschnitt von 1,0! Diese besondere Leistung wurde von Sandra Wimmers und Stella Yi erzielt. 
Nachdem auch die besten Abiturient*innen der verschiedenen Fächer geehrt worden waren, konnte das MINT-Zertifikat an insgesamt acht Leute, die mindestens die zweite Stufe erreicht haben, überreicht werden. Eine Schülerin, Alina Appel, hat sogar Stufe drei erreicht und damit ihr MINT-Zertifikat mit Auszeichnung erworben. 
Dann kam der krönende Abschluss: Der Abiturjahrgang 2025 konnte nach zwölf Jahren endlich die Abiturzeugnisse, die LK-weise verteilt wurden, in den Händen halten. 
Während Hände mit ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern geschüttelt und Rosen vergeben wurden, waren im Hintergrund jeweils Kinderfotos der jeweiligen Person, die in dem Moment ihr Zeugnis erhielt, zu sehen. Ein wunderschöner Moment, in dem die Abiturient*innen auf die letzten Jahre zurückblicken konnten und ihnen bewussst wurde, was sie erreicht hatten. Beim geselligen Ausklang nach der Feier wurden mit Sicherheit noch viele Anekdoten miteinander geteilt und vielleicht auch ein paar Tränen verdrückt. 
Der letzte übrig gebliebene Meilenstein in der Schullaufbahn war somit der Abi-Ball, der am nächsten Abend folgen würde. Von Mareike Brenner (Jgst. EF)
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