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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2026
> Bericht vom 17.02.2026 ]
Mehr als nur Namen - Besuch in der KZ-Gedenkstätte Vught, NL Am 20. Januar 2026 besuchten die Schüler*innen der Jahrgangsstufe 10 das ehemalige NS-Arbeitslager im niederländischen Vught. Hier konnten die Schüler*innen erstmals ihr im Unterricht gesammeltes Wissen übe die NS-Zeit durch die Begegnung mit diesem historischen Ort vertiefen.  Vor Ort erhielt die Gruppe, begleitet von Frau Demir, Herr Kohlen und Frau Goertz, Führungen über das noch vorhandene Lager, das Wachtürme, Zäune und eine nachgebaute Baracke umfasste. Besonders eindrucksvoll war auch die Besichtigung eines Bunkerraums, in welchem 74 Frauen für eine Nacht eingesperrt wurden, von denen 16 ums Leben kamen. Hierbei fanden es die Schüler*innen besonders einschüchternd, dass sie mit einer Gruppe von 20 Personen kaum in diesen Raum gepasst hätten, in den damals 74 Frauen gezwängt wurden. Dank der Offenheit der deutschsprachigen niederländischen Guides war es den Schüler*innen möglich, ihre Fragen zu stellen und die Geschichte der Opfer des Nationalsozialismus nachvollziehen können. Bei den besichtigten Denkmälern wurde nicht nur die Bedeutung erklärt, sondern viel mehr die Geschichte der Betroffenen erläutert, sodass aus Namen echte Menschen wurden.  Der Weg zum Exekutionsplatz hat den gesamten Besuch vervollständigt: Im Nebel war es der Gruppe möglich, das erdrückende und bedrohliche Gefühl, mit dem die Betroffenen damals konfrontiert waren, nachvollziehen zu können. "Alles wirkte wie eingefroren, nicht mal der Fluss neben dem Weg bewegte sich.", womit eine Schülerin ihr Empfinden auf dem Weg dorthin ausdrückte. Greta Tichler (10c) fasste den Ausflug und die Wirkung, die er bei der Gruppe hinterließ passend zusammen: "Einmal an einem solchen Ort gewesen zu sein, führt einem nochmal vor Augen, wie gut wir es eigentlich haben und wie grausam es einfach war, weil man wirklich einfach keine Chance hatte. Das Leben wurde einem dort kaputt gemacht, bevor man überhaupt die Möglichkeit hatte, es richtig zu leben. Das dachte ich, als ich vor dem originalen Leichentisch und den Öfen des Krematoriums stand." 
Ein besonderer Dank dem Förderprogramm "NRWeltoffen", durch das die Fahrt finanziell unterstützt wurde, sowie Frau Goertz und Frau Demir, die diese wichtige Fahrt organisiert haben, die wir so schnell nicht vergessen werden. Von Johanna Przibylla (Jgst. EF)
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