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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2026 > Bericht vom 29.04.2026 ]

Bundeswettbewerb Fremdsprachen in Bielefeld

Vom 19. März 2026 bis zum 22. März 2026 wurde das Finale des bundesweiten Fremdsprachenwettbewerbs "SOLO Plus" von den Organisator*innen des "Bundeswettbewerb Fremdsprachen" in Bielefeld ausgetragen. In diesem Wettbewerb mussten die Teilnehmer*innen bzw. Finalist*innen ihr Können in zwei (von ihnen ausgewählten) Fremdsprachen unter Beweis stellen und die Jury mit ihren Leistungen überzeugen.

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Der MKG-Schüler Santosh Gunaratnam (Jgst. EF), welcher die Jury mit seinen bearbeiteten Aufgaben in den beiden Fremdsprachen Latein und Englisch in der ersten Runde des Wettbewerbs überzeugen und so ins Finale des Wettbewerbs gelangen konnte, vertrat dabei das MKG im Finale in Bielefeld. Dabei trat er als einer von 5 Finalist*innen aus NRW gegen 56 weitere Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland an.

Um in das Finale zu gelangen, musste Santosh sich mit zwei Aufgaben in seinen beiden Wettbewerbssprachen auseinandersetzen. Die Hauptaufgabe war dabei, einen lateinischen Text von Erasmus von Rotterdam (einem Humanisten der Renaissance) zu verstehen und mithilfe des Materials ein Video zu erstellen. Schwerpunkt waren dabei die Regeln einer gelungenen Kommunikation zu Rotterdams Zeit, wobei man auch Bezug auf die Voraussetzungen einer heutigen gelungenen Kommunikation nehmen sollte. Als weitere Aufgabe musste Santosh in einer Audiodatei darüber sprechen, inwiefern Sprachen dabei helfen, Brücken zwischen Menschen zu bauen.

Im Finale selbst stellte Santosh sich vier verschiedenen Prüfungsaufgaben, die auf seine beiden Fremdsprachen Latein und Englisch zugeschnitten waren.

Am Freitag, dem 20.03.2026, fanden die ersten beiden Prüfungen statt. Für die erste Prüfung, die sogenannte "Reader – Aufgabe", musste Santosh sich lateinischen Texten widmen und diese verstehen, um schließlich einen Essay darüber zu schreiben, was klassische lateinische Autoren wie Cicero, Seneca, Ovid und Catull als das "Menschliche" erachteten. Anschließend musste er einen englischsprachigen "Abstract" über seinen eigenen Essay verfassen und die Kernpunkte seines Textes zusammenfassen. In der zweiten Prüfung musste Santosh einen Podcast aufnehmen, welcher über einen weiteren lateinischen Text handeln sollte.

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Am Samstag, dem 21.03.2026, musste er schließlich seine Zusammenarbeit im Team unter Beweis stellen, welche in einer "Escape-Room Aufgabe" erfordert war. Dort mussten Gruppen aus Teilnehmer*innen mit verschiedenen Fremdsprachen versuchen, gemeinsam Rätsel zu lösen. Dabei ging es nicht zentral um das Lösen der Rätsel selbst, sondern darum, die Sprachbarrieren zwischen den Teilnehmer*innen zu überwinden. Schließlich musste Santosh in der letzten Prüfungsaufgabe, einer mündlichen Prüfung mit Schwerpunkt auf lateinische Texte (die Sage des Aeneas und ein Brief von Plinius), sein Hintergrundwissen und sein "Übersetzungskönnen" anwenden, um die Fragen der Juror*innen zu beantworten und selbst Stellung zu gesellschaftlichen Fragen des alten Roms zu nehmen.

Für Santosh standen diese anspruchsvollen Aufgaben aber nicht im Mittelpunkt des Wettbewerbs. Vielmehr war er darüber überrascht, wie gut sich die Teilnehmer*innen auf Anhieb miteinander verstanden. Durch die offene und gesellige Atmosphäre vergaß man schnell, dass man eigentlich bei einem Wettbewerb war. Kaum wahrnehmbar war es für die Teilnehmer*innen, dass sie "gegeneinander" antraten. Eher wirkte es so, als würden sie "miteinander" antreten. Schnell hatte auch Santosh neue Freundschaften beim Wettbewerb geschlossen, obwohl sich die meisten vom Alter, dem Bundesland und der Fremdsprachen unterschieden. Denn unter den Teilnehmer*innen hatte man immer das Gefühl, "auf Augenhöhe" miteinander zu sein. So erkundete Santosh mit seiner neu geschlossenen Freundesgruppe auch Bielefeld und unternahm abends mit ihnen auch einen Ausflug zur Sparrenburg, einer bekannten Sehenswürdigkeit der Stadt. Erstaunlich fand Santosh, wie sehr sich die Teilnehmer*innen über nur vier Tage miteinander angefreundet hatten - um eine Teilnehmerin aus der Freundesgruppe zu zitieren: "Wir sind nur wenige Tage von einem Gruppentattoo entfernt."

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Auch wenn er es im Finale nicht auf die ersten drei Plätze geschafft hat, steht für Santosh fest: Es hat sich gelohnt - allein schon wegen des überragenden Gemeinschaftsgefühls im Laufe des Wettbewerbs und wegen der Erfahrungen, die er durch die Prüfungen sammeln konnte.

Ein besonderer Dank gilt Frau Reinhardt, die mit umfassender Hilfe und wöchentlicher Vorbereitung am Nachmittag Santosh dabei half, sich für das Finale zu wappnen, und die ihn von Anfang an bei seiner Teilnahme ermutigt hat!

Von Santosh Gunaratnam (Jgst. EF)