[ Berichte > Berichte für das Jahr 2026
> Bericht vom 29.04.2026 ]
Training für Laien-Reanimation am MKG Wegberg Am Montag, dem 23.03.2026, hat das Training für die Laien-Reanimation in der Klasse 6b stattgefunden. Das Training stieß auch auf öffentliches Interesse. So kamen auch Vertreter*innen der Rheinischen Post und unser Bürgermeister, Christian Pape, in das MKG und wohnten dem Training bei. 
Zuallererst fanden sich alle Schüler*innen der 6b, dazu auch die Presse, Herr Pape und die Schulleiterin Maj Kuchenbecker, in einem Klassenraum ein. Dort führte Herr Corsten, unter dessen Anleitung das Training stattfand, in das Thema Wiederbelebung ein. Dazu erklärte er zunächst allen Anwesenden das Programm "L-R-L - Löwen retten Löwen". "Löwen retten Löwen" ist eine Initiative, die ursprünglich in Baden-Württemberg startete. Seit 2015 finden regelmäßig Schulungen für Lehrkräfte an weiterführenden Schulen statt. Die ausgebildeten Lehrer*innen können dann in der Schule ihr Wissen an die Schülerschaft weitergeben. In NRW soll ab dem nächsten Schuljahr das Projekt verpflichtend an allen Schulen eingeführt werden. 
Anlässlich unserer anstehenden jahrgangsübergreifenden Romreise, die anlässlich zum 50-jährigen Jubiläum unserer Schule stattfinden wird, gab Marco Deußen, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes in Mönchengladbach, den Anstoß dazu, am MKG schon früher mit der Schulung zu beginnen. So sollten nicht nur die Lehrerschaft, sondern auch alle Schüler*innen auf Notfälle vorbereitet werden. Mit einer informierenden Power-Point-Präsentation veranschaulichte Herr Corsten die Inhalte zum Thema "Wiederbelebung". Die Schüler*innen der 6b wurden aktiv in die Vorstellung der theoretischen Grundlagen einbezogen, indem sie beispielsweise Fragen dazu beantworteten, wieso das Thema der Laien-Reanimation so wichtig ist und wieso schnelles Handeln Leben retten kann. In Deutschland zum Beispiel erleiden jedes Jahr etwa 50.000 bis 100.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Nur 10 Prozent der betroffenen Personen überleben den Vorfall. Denn, wie Herr Corsten erklärte, sinkt mit jeder Minute ohne rettenden Eingriff nach einem Herzstillstand die Überlebenschance um circa 10 Prozent. Deswegen ist es ungemein wichtig, dass auch nicht-professionell Ausgebildete nicht warten, bis der Rettungsdienst erscheint, sondern sofort aktiv einschreiten. Nachdem die theoretische Einführung in das vereinfachte Reanimationsmodell "Prüfen-Rufen-Drücken" vollendet war, gingen alle Beteiligten in die Holzräume, um ihr neues Wissen praktisch zu trainieren. Die Klasse wurde aufgeteilt in Zweier- und Dreiergruppen und nach einer kurzen Demonstration einer freiwilligen Schülerin übten alle Schüler*innen die Herzdruckmassage mit den Reanimationspuppen, die sie vor sich liegen hatten. Als Hilfe für den benötigten Rhythmus wurde das begleitend gespielte Lied "Stayin' Alive" von den Bee Gees verwendet. Nach zwei Minuten sollten die Schüler*innen innerhalb der Teams wechseln, da man sich nach Möglichkeit auch in der Realität aufgrund von aufkommender Erschöpfung beim Reanimieren gegenseitig ablösen sollte. 
Auch Bürgermeister Pape engagierte sich bei der Schulung und machte für ein paar Minuten bei dem Trainieren der Herzdruckmassage mit. Zum Schluss erhielten alle frisch ausgebildeten Ersthelfer*innen von Frau Kuchenbecker eine persönliche Urkunde. Bei ihrer kurzen Ansprache bemerkte sie, dass es "immer zu einem Ernstfall kommen" könne und dass sie sich freue, dass die anwesenden Schüler*innen nun zu denen gehören, die der Laien-Reanimation fähig sind. 
Das MKG ist nach den erfolgreichen Trainingseinheiten in allen Jahrgangsstufen vor den Osterferien nicht nur für die Romfahrt, sondern auch generell für den Alltag gut vorbereitet. Und die 6b hatte sogar viel Spaß dabei! Von Mareike Brenner (Jgst. Q1)
|