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Endlich ist es wieder so weit - Das German American Partnership Program geht in eine neue Runde

Bereits seit 40 Jahren haben die Schüler*innen des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums Wegberg die Möglichkeit, Teil eines Schüleraustausches mit der Concord High-School im amerikanischen Oststaat New Hampshire zu sein.

Dabei bekommen die Schüler*innen beider Länder die einmalige Chance, das Partnerland für jeweils einen Monat in einer Gastfamilie zu besuchen.

Nachdem der letzte Austausch in den Jahren 2019 und 2020 aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie geplant stattfinden konnte, sondern die deutschen Schüler*innen zwar Amerika für einen Monat besuchten, aber ein Gegenbesuch nicht möglich war, konnten in diesem Jahr wieder 24 Schüler*innen für einen Monat in das Leben eines amerikanischen Teenagers eintauchen.

Damit war unsere Schule in diesem Jahr eine von nur zwei Schulen bundesweit, die über den PAD (Pädagogischer Austauschdienst) das Programm GAPP nach Corona wieder nutzten.

Am Anfang des letzten Jahres hatten alle Schüler*innen der Stufen EF und Q1 die Chance, sich in Form eines Videos, einer Präsentation über die eigene Persönlichkeit und das eigene Leben oder einer anderen kreativen Idee zu bewerben.

Innerhalb der nächsten Monate haben die beiden Englischlehrer Sebastian Aretz und Thomas Specht, die bereits den letzten Austausch begleitet hatten, mit Hilfe der amerikanischen GAPP-Lehrer*innen Marnix van Steenbergen und Frau Hayes jeweils einen amerikanischen Schüler mit einem deutschen "gematcht".

Dabei stand nicht die Leistung der einzelnen Bewerber*innen im Fokus, sondern es wurden Partner*innen basierend auf gleichen Interessen, Lifestyles und Eigenschaften gesucht.

Nachdem das "Matching" abgeschlossen war, wurden die Bewerber*innen darüber informiert, ob sie Teil des Austausches sein konnten oder nicht.

Kurz vor den Sommerferien 2021 wurden dann die Kontaktdaten der amerikanischen Partner*innen herausgegeben und die Gapper*innen haben beispielsweise per E-Mail Kontakt zu ihren Partner*innen und ihren Gastfamilien aufgenommen.

Nach einigen Zusammenkünften und Info-Abenden zur Organisation des Austausches, die aufgrund der Coronapandemie zum Großteil online stattgefunden haben, ging es am 26. März 2022 endlich los über den "großen Teich".

Voller Aufregung und Vorfreude hat sich die deutsche Gruppe früh morgens am Düsseldorfer Flughafen getroffen und ist über einen Zwischenstopp in Paris nach Boston geflogen.

Nach einer langen Reise und einer letzten Busfahrt kam es dann zum lang ersehnten Treffen mit den Gastfamilien und Partner*innen.

In den nächsten Wochen hatten die Gapper*innen die Möglichkeit, den Alltag an einer anderen Schule, das Leben in einer anderen Familie sowie eine völlig andere Kultur und Lebensweise kennenzulernen.

Neben der Chance, in das Leben eines gleichaltrigen Amerikaners einzublicken, gab es jedoch auch noch sehr viel Programm vor Ort.

Von Städtetrips über einen Besuch beim State House bis zu Grillabenden war alles dabei!

Ein Highlight des Schüleraustausches waren definitiv die Ausflüge nach Boston, bei denen die Schüler*innen die Stadt über eine Duck-Tour, also eine Fahrt über Land und Wasser, erkundeten, aber auch eine Führung durch Bostons Baseballstadion, den Fenway-Park, erlebten und sogar den Campus der berühmten Harvard University anschauen konnten.

In diesem Jahr gab es, anders als sonst, zwei Ausflüge nach Boston, da es leider nicht, wie üblicherweise, möglich war, mit der gesamten Gruppe für mehrere Tage New York zu besuchen.

Die Entscheidung zur Absage dieses Programmpunktes musste bereits frühzeitig vor einigen Monaten aufgrund der damals noch zu gefährlichen Corona-Situation von der Concord High School getroffen werden.

Einige amerikanische Familien haben ihren Gapper*innen jedoch privat einen Ausflug nach New York über ein Wochenende ermöglicht.

Dabei wurden Sehenswürdigkeiten wie das Empire State Building, die Freiheitsstatue und der Times Square besichtigt.

Neben diesen "großen" Aktivitäten wurden auch die "kleineren" Dinge sehr von den Gapper*innen genossen und wertgeschätzt.

So waren ein weiteres Highlight die vielen Treffen mit Teilen der Gruppe oder sogar allen Gapper*innen, die auch außerhalb der Organisation der Schule stattgefunden haben.

Zudem gab es viele Abende, an denen zusammen auswärts gegessen wurde, gemeinsam bei jemandem zuhause Zeit verbracht wurde oder die Gruppe anderweitig die Möglichkeit hatte, zusammenzuwachsen.

Insgesamt war die Harmonie innerhalb der GAPP-Gruppe einfach toll, was sich auch noch einmal besonders am letzten gemeinsamen Abend bei einer Farewell-Party gezeigt hat.

Nach einem letzten gemeinsamen, von den Schüler*innen selbst geplanten Ausflug zum Strand und ein paar letzten gemeinsamen Stunden mit den Gastfamilien kam es dann auch schon wieder zum Abschied mit vielen, vielen Tränen.

Am 22. April 2022 ist die gesamte Gruppe nach einem etwas turbulenten Flug sicher in Deutschland gelandet.

Die Freude auf die eigene Familie und das gewohnte Umfeld war trotz der Trauer um die vergangene, definitiv unvergessliche und bestimmt lehrreiche Zeit sehr groß.

In rund zwei Monaten werden die amerikanischen Gapper*innen Deutschland besuchen - die Zeit als Gapper*in ist also lange noch nicht vorbei.

Wir freuen uns sehr und können es kaum erwarten, unsere amerikanischen Freunde in unserer Heimat willkommen zu heißen!!!

Von Lisa Landwehr (Jgst. EF)