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"Stimmen der Freiheit" - Ein bewegender Abend über Mut und Gleichberechtigung
An den Abenden des 12. und 13. Juni 2026 wurde im PZ unserer Schule das selbstgeschriebene Musical "Stimmen der Freiheit - Eine schaurige Geschichte der Befreiung" von der maXXbühne aufgeführt. Das Theaterstück war in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes! Nicht zuletzt, weil erstmals Schüler*innen der Jahrgangsstufen 8 bis EF gemeinsam an einem Theaterstück arbeiteten.

Durch diese intensive Zusammenarbeit entstanden ein beeindruckendes Stück auf der Bühne sowie auch neue Freundschaften und ein zum Ende hin immer größer werdendes Gemeinschaftsgefühl hinter der Bühne.

Die Handlung spielt überwiegend im London Ende des 19. Jahrhunderts, wo Feminismus und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten beginnen, ein großes Thema zu werden. Im Mittelpunkt stehen eine Gruppe Suffragistinnen, angeführt von Thelma (Greta T. / Ellie S.), die für Frauenrechte kämpfen. Parallel dazu wird die Geschichte einer Gruppe Waisenkinder erzählt, die unter den Taten eines an Jack the Ripper erinnernden Mörders leiden: dem Schlächter von Hoxton. Dieser tötet Waisenkinder, was die Unterdrückung und Gewalt dieser Epoche nochmals dramatisch darstellt. Das Waisenkind Claire (Annika W.) wird von Thelma und ihrem Mann Percy (Sara K.) adoptiert und ist plötzlich mit einem ganz neuen Leben konfrontiert. Das Stück hatte ein emotionales Ende ohne wirkliches Happy End: eine der Suffragistinnen, Louise (Joyce S.), wird wegen eines Vergehens mitsamt ihrer Tochter Elisabeth (Christin T.) zurück nach Deutschland abgeschoben. Trotz des Abschieds wurde deutlich, dass die Figuren langfristig Kontakt halten werden und es kein Abschied für immer sein wird.

Die jungen Darsteller*innen überzeugten durch ihr differenziertes Spiel und ihre herausragenden Stimmen. Sowohl in actionreichen als auch emotionalen Momenten haben sie das Publikum mitgerissen. Die Situation und die damit verbundenen Gefühle der Figuren wurden von den verschiedenen Solistinnen und dem Chor musikalisch unterstrichen. So sang unter Anderem der Chor der Frauen während eines Protests den Song "Labour" von Paris Paloma, der die Situation von Frauen (nicht nur) Ende des 19. Jahrhunderts verdeutlicht.

Für einige Schüler*innen war es bereits das fünfte Jahr auf der Bühne des MKG. Leider bedeutet dies aber auch den traurigen Abschied von der AG nach einer langjährigen Theaterzeit. Die emotionale Bedeutung war nicht zu übersehen, durch die Theaterbühne und die gemeinsamen Jahre sind wahre Freundschaften entstanden.

Ein besonderes Dankeschön gilt auch der Technik-AG, ohne deren Unterstützung das Stück nicht wirklich bühnenreif geworden wäre. Das größte Dankeschön gilt Herrn Hergert, der mal wieder das Unmögliche möglich gemacht und ein beeindruckendes Stück auf die Bühne gebracht hat, in dem alle Ideen der Schüler*innen vereint wurden.
Von Johanna Przibylla (Jgst. EF)