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MINT-Camp Bochum - Ein Erfahrungsbericht

Vom 19.09. bis zum 22.09.2012 durfte ich an einem MINT-Camp teilnehmen. Es fand in Bochum statt und unser Thema war "Pulsschlag aus Stahl".

Am Tag der Anreise besuchten wir nachmittags die Firma Lohmann, einen Betrieb, der Altmetalle verarbeitet. Nach einer kurzen Begrüßung und Präsentation dieser Firma durften wir das Werk besichtigen.

Hier werden zunächst in der gewünschten Mischung Altmetalle eingeschmolzen und in Formen gegossen. Diese Blöcke werden dann individuell weiter verarbeitet, zum Beispiel zu Blech. Darauf hat sich die Firma Lohmann spezialisiert.

Impressionen vom MINT-Camp in Bochum.

Nach dem Abendessen trafen wir MINT-begeisterten Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen Bundesland uns das erste Mal zum abendlichen Plenum: Wir reflektierten den Tag und spielten ein Kennenlernspiel, um uns die Namen der TeilnehmerInnen einzuprägen.

Den zweiten Tag verbrachten wir an der Graf-Engelbert-Schule. Einige Schüler dieses Gymnasiums hatten einen Rennofen, einen mittelalterlichen Ofen zur Eisengewinnung, gebaut und erhitzt. Die Schüler des Camps wurden aufgeteilt. Die eine Hälfte konnte nun mithelfen, Erz zu zerkleinern, den Rennofen abwechselnd mit Holz und Erz zu befüllen und zu schmieden. Die Anderen bauten Gussformen. Diese wurden später mit einem Metall befüllt, das wir als kleines Andenken behalten durften. Der Höhepunkt des Tages war das Abreißen des Rennofens, als wir das Ergebnis unserer Arbeiten sahen. Am Abend unternahmen wir eine kleine Stadtrundführung durch Bochum.

Impressionen vom MINT-Camp in Bochum.

Impressionen vom MINT-Camp in Bochum.

Am dritten Tag fuhren wir zur Ruhr-Universität Bochum. Zuerst wurden wir auf eines der Dächer der Universität geführt, von wo aus man uns das Universitätsgelände erklärte. Anschließend begrüßte uns im Schülerlabor einer der Professoren. Danach begann unser Workshop. Es ging darum, einen Hochofen zu modellieren. Dazu wurden wir in Zweier-Teams aufgeteilt, die dann mit einfachen Mitteln und eigenen Ideen das Modell eines Hochofens basteln sollten. Unser Hochofen hatte es dabei auf über 1.300°C gebracht. Daraufhin durften wir testen, ob wir reines Eisen gewonnen hatten. Doch die Auswertung ergab, dass unser Modell wohl noch zu niedrige Temperaturen hatte. Abschließend informierte man uns über die Studienmöglichkeiten an der Universität.

An unserem letzten Tag gab es ein abschließendes Plenum, in dem die vorangegangenen Tage bewertet wurden.

Impressionen vom MINT-Camp in Bochum.

Mir persönlich hat es in Bochum sehr gut gefallen. Unsere kleine Gruppe, die aus 15 Personen bestand, hat sich auf Anhieb gut verstanden. Auch wenn jeder Tag ziemlich anstrengend war, bin ich froh, dass ich teilnehmen durfte, und kann anderen Schülern sehr empfehlen, auch einmal eine solche Erfahrung zu machen.

Von Saskia Slykermann