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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2014 > Bericht vom 17.02.2014 ]

Perspektiven nach der Schule aufzeigen

Den Schulabschluss endlich in der Tasche - aber was kommt dann? Studium, Ausbildung, Auslandsjahr. Die Möglichkeiten, den Übergang in die Arbeitswelt gut zu meistern, sind zahlreich. Und das ist nicht nur positiv. Von diesem Überangebot können sich die angehenden Schulabsolventen auch schon mal überfordert fühlen. Doch ihnen ermöglichten am Samstag allein bei der Job-Info-Live im Maximilian-Kolbe-Gymnasium 68 Unternehmen, Behörden, Hochschulen und Betriebe einen Einblick in Studienangebote und Arbeitsalltag.

68 Unternehmen, Behörden, Hochschulen und Betriebe gaben im Maximilian-Kolbe-Gymnasium am Samstag einen Einblick in Studienangebote und Arbeitsalltag. (RP-Foto: Jürgen Laaser)

Madleen Stolze stand 2012 vor den gleichen Fragen: Sie entschied sich nach dem Abitur am Maximilian-Kolbe-Gymnasium dafür, ein Jahr nach Westafrika (Benin) zu gehen. "Ich wollte herausfinden, was ich wirklich will", sagte die Ehemalige, die am Samstag einen relativ gut besuchten Stand betreute. Dass der Freiwilligendienst "weder Urlaub, noch Sprachreise" ist, vermittelte die 21-jährige Studentin der Sportwissenschaft.

Neben Banken, Hochschulen und Unternehmen erfreuten sich auch Berufe wie Altenpflege oder Sozialarbeit eines beachtlichen Interesses der Wegberger Schüler. Eine regionale Tendenz, dass das deutschlandweite Problem fehlender Fachkräfte in diesen Berufen bald keines mehr sein wird? Das wird die Zukunft zeigen.

Aus der Region nutzte die Firma Driescher die Plattform der Job-Börse, um für sich zu werben. Robin Eckers und Alex Zaharov, zwei der 38 Auszubildenden, vertraten den Betrieb. Die angehenden Industriemechaniker mit Fachabitur sind begeistert: "Wer handwerklich arbeiten möchte, ist bei uns richtig." Das Interesse der Schülerinnen war hier zwar relativ gering. Anders präsentierte sich das Verhältnis weiblich, männlich hingegen bei der Bundeswehr. "Die jungen Frauen wissen jetzt, dass sie dieselben Chancen haben wie Männer", sagte Michael Bewerunge. Die Volksbank berücksichtigte die Jüngeren: Nina Thönnissen verteilte Flyer und Broschüren mit Informationen zum Schnupperangebot der Bank für 14- und 15-Jährige.

Zum 14. Mal fand die Job-Info-Live in Wegberg statt - sie ist die mit Abstand größte Infobörse der Umgebung. Und sie ist wichtig: Der Verantwortung einer Schule als Weichensteller für die Zukunft ist sich Willy Meersmann bewusst. "Wir müssen den Schülern ihre Perspektiven außerhalb der behüteten Schulmauern aufzeigen", sagte der Schulleiter des Wegberger Gymnasiums.

Den eigenen Traum leben oder auf Einkommenssicherheit setzen? Bei der schwierigen Entscheidung, welchen Karriereweg man einschlägt, gewinnt sicherlich, wer Mut hat und beide Varianten miteinander vereinbaren kann.

Von Jessica Balleer
Rheinische Post, 17.02.2014 (Seite C1)