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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2014 > Bericht vom 11.04.2014 ]

Schüler spenden für Hilfsprojekt in Burundi

Beliebt ist der afrikanische Geistliche Abbé George Rukundo zweifellos im Stadtgebiet, Schulleiter Willy Meersmann begrüßte ihn vor Übergabe des symbolischen Spendenschecks gar als einen "der sympathischsten Menschen in Wegberg". Eine Nettigkeit, die dieser in seiner offenen und herzlichen Art lachend registrierte.

Celina (links, 15 Jahre) und Lara (15) aus der Klasse 9c des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums überreichten den Scheck in Höhe von 932,50 Euro aus dem Projekt "Dein Tag für Afrika" an Abbé George. (RP-Foto: Jürgen Laaser)

Die Kinder der Klassen neun sowie Jugendliche der Jahrgangsstufen 10,11 und 12 hatten einen Tag lang im vergangenen November gearbeitet - die Hälfte des ihnen zur Verfügung stehenden Lohns, nämlich 932,50 Euro, wollten sie an diesem Morgen an Mitglieder des Fördervereins "Abbé George" aus Wegberg und Abbé George selbst in Form eines symbolischen Schecks überreichen. Die andere Hälfte der Einnahmen kommt stets Projekten der Aktion Tagwerk zugute. "Unser Verein hat inzwischen viele Sponsoren und Spender, allein an diesem Gymnasium habt ihr rund 10 000 Euro, etwa durch eure Sponsorwalks, zusammengetragen", wandte sich Vorsitzende Hedwig Klein an die Schülerschar.

Welche eindrucksvollen Fortschritte die Kinder- und Krankenstation in Burundi in den vergangenen sieben Jahren machte, zeigte Geschäftsführer Heinz-Werner Lennartz anhand einer Foto-Show. Die drei Gebäude Ambulanz, Spital und Geburtshilfestation sowie das im Oktober 2013 bezogene Personalhaus waren ebenso zu sehen wie ein Wasserspeicher und Wassergraben. "Durchschnittlich 200 neue Patienten kommen pro Woche, und zehn Kinder werden pro Woche geboren", sagte Lennartz. Die Station werde noch besser angenommen als zuvor erwartet. Die kräftige Aufgabe, die im aktuellen und voraussichtlich auch kommenden Jahr auf das Projekt zukomme, ergibt sich aus der Übernahme der Trägerschaft durch den Orden "Bene Umukama": Der Bischof von Bujumbura stellt den Ordensleuten ein Grundstück direkt neben der Station zur Verfügung, auf dem ein Wohnhaus für acht Personen, ein kleines Gästehaus sowie eine Kapelle mit Schutzmauer errichtet werden. Rund 85 000 Euro sind im Kostenvoranschlag angesetzt worden. "Dafür habt ihr gearbeitet, dieses Geld wird dafür zur Verfügung gestellt", sagte Lennartz.

Abbé George bedankte sich für deren Bemühungen. Eine positive Nachricht für zukünftiges Engagement fügte Dr. Andrea Schwaiger hinzu. Die Schule habe sich inzwischen verpflichtet, sich jährlich am Tag für Afrika zu beteiligen. Solange der Förderverein Geld benötige, sei geplant, die eine Hälfte an ihn zu geben. Die Kinder wüssten so, wofür sie die Arbeit machten.

Von Nicole Peters
Rheinische Post, 11.04.2014 (Seite C3)