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"Räuber 2.0" - Schiller mal anders am MKG Wegberg

Liebe, Verrat, Intrige. Mit diesen Themen wurden am 5. und 6. April 2014 um 19 Uhr die Besucher des Oberstufen-Theaters gefesselt. Mit dem Stück "Räuber 2.0" schuf die Oberstufen-Theater-AG des MKG Wegberg unter der Leitung von Lehrer Robert Pauck eine Mischung aus neuem Jugendtheater und altbekanntem Drama. Etwa 6 Monate lang arbeitete die AG an dem Schauspiel, der Kulisse, der Musik und den Kostümen. Mit viel Arbeit und hohem Engagement stellten die Schüler ein großes Projekt auf die Beine, das nun endlich Premiere feierte.

Impressionen von der Aufführung der Oberstufen-Theater-AG.

Aus dem ursprünglichen Stück "Räuber. Schiller für uns" entstand während der Proben eine individuelle und neue Interpretation: "Räuber 2.0". Die Geschichte dreht sich um das Geschwisterpaar Charlotte und Franziska Moor, die bei ihrem Vater aufwachsen. Während Charlotte wohlbehütet und vom Vater umsorgt heranwächst, entwickelt sich aus Franziska eine unter Liebesentzug leidende, gierige und berechnende Person, die ihrer Schwester die Liebe ihres Vaters und des Freundes Volker übel nimmt und zudem das Erbe des Vaters an sich reißen will. Als sich die lebensfrohe Charlotte nach Freiheit und Abenteuer sehnt und beschließt, ihre Familie, Volker und die Heimatstadt zu verlassen, versucht Franziska mit aller Macht, die Stelle ihrer Schwester einzunehmen, um das zu bekommen, was ihr zusteht.

Impressionen von der Aufführung der Oberstufen-Theater-AG.

Nachdem die Lichter im PZ ausgingen und die Aufmerksamkeit des Publikums auf die minimalistisch ausgestattete Bühne gerichtet war, ging es los: Maya Braun, in der Rolle von Franziska, betrat die Bühne und grübelte aufgebracht über einem von ihr gefälschten Brief des Privatdetektivs, der, vom Vater engagiert, Charlotte gefunden und Informationen über diverse zwielichtige Aktivitäten des Mädchens gesammelt hat. Als der Vater, gespielt vom ergrauten Tobias Eckers, davon erfährt, ist er bestürzt und entschlossen zu helfen. Bereits an diesem Punkt beginnt Franziska mit ihren Versuchen der Manipulation. Geschickt stellte Maya Braun diese Versuche sichtbar für das Publikum, aber zunächst unmerklich für die anderen Figuren dar. Auch Charlottes Exfreund Volker, dargestellt von Robert Rackow, der seiner Jugendliebe Lotte immer noch nachtrauert, will diese unbedingt finden. Dabei prallen die einmal mehr, einmal weniger subtilen Versuche Franziskas, sich ihm anzunähern, in immer unterhaltsamerer Weise stets an ihm ab.

Impressionen von der Aufführung der Oberstufen-Theater-AG.

Die von Kathi Groß gespielte Charlotte hat unterdessen ganz andere Probleme. Das sonst so optimistische Mädchen und ihre "Bande" - Spiegel: Michelle Imkamp, Nelly: Juliane Berger, Grimm: Jacky Vogels, Alice: Jessica Backhaus, Sam: Lea Erdkamp, Schwarz: Annemarie Bork, E.T.: Malina Worricker - müssen aus finanzieller Not heraus in einem leer stehenden Gebäude schlafen. In dieser ihnen eigenen Welt agierten die Räuber, indem sie sich mit sich selbst und der ungerechten Welt auseinandersetzten, quirlig und humorvoll dargestellt und nicht nur einmal musste das Publikum herzhaft lachen. Die acht sehr unterschiedlichen Charaktere - alle mit ihren eigenen Träumen, Vorstellungen und Problemen behaftet - wurden dem Publikum sehr überzeugend präsentiert.

Impressionen von der Aufführung der Oberstufen-Theater-AG.

Humorvoll wurde auf, neben und vor der Bühne dargestellt, wie die acht Amateure versuchen, an "das große Geld" zu gelangen. Dabei entgleitet ihnen die Situation völlig und sie müssen vor der Polizei fliehen. Charlotte entscheidet sich dafür, ihre lieb gewonnenen Räuber nicht zu verlassen. Trotz aller Intrigen, die Franziska spinnt, möchten Volker und der Vater Charlotte helfen. Volker überzeugt Charlotte schließlich, nicht nur zu ihrer Liebe zu stehen, sondern auch zu den Straftaten, die sie beging.

Das Ensemble mit ihrem Regisseur.

Nach der Vorstellung wurden die Schauspieler mit tosendem Applaus und Glückwünschen von Verwandten, Freunden, Mitschülern und Lehrern für ihr überzeugendes Spiel belohnt. Wie bereits in den vergangenen drei Jahren war das Stück ein voller Erfolg und wir hoffen alle sehr, dass es im nächsten Jahr wieder heißt: Vorhang auf für die Oberstufen-Theater-AG des MKG Wegberg!

Von Kristina Doering (Jgst. 11)