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"Poetry-Slammer" aus der 12 konnten überzeugen

Am vergangenen Freitag, dem 30.01.2015, präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Literaturkurses aus der Q2 unter der Leitung von Christoph Görner einem literarisch interessierten Publikum die Ergebnisse aus ihrem Unterricht. Bereits zum dritten Mal in Folge fand am MKG Wegberg der Literaturwettbewerb "Sklave der Schrift" statt, worauf Lehrer Görner sichtlich stolz war.

Impressionen vom Poetry Slam "Sklave der Schrift".

Von bewegenden Familiengeschichten über Probleme aus dem Alltag mit Elektrogeräten bis hin zu Dialogen von Unterwäschestücken war dieses Jahr beim "Poetry Slam" alles dabei. Die zwanzig TeilnehmerInnen waren an keinerlei Vorgaben gebunden und ließen ihrer Kreativität freien Lauf. So feindeten sich diverse Schulfächer auf dem Schulhof an oder die "Gläubigen" suchten sich mal eben einen anderen Gott.

Herr Görner eröffnete den Abend mit seinem eigens verfassten Gedicht "Verstrickt" und die Zwölftklässlerinnen Kristina Döring und Miriam Bank führten das Publikum durch ein abwechslungsreiches Programm. Die traurigen, bewegenden Texte kamen beim Publikum ebenso gut an wie die philosophischen, kritischen, politischen und lustigen Werke.

Am Ende der Vorträge wurde zunächst der Publikumssieger gewählt: Jeder Besucher bekam einen Legostein und musste diesen hinter dem Kandidaten aufstellen, den er am besten fand, sodass sich einige recht hohe Türme bildeten. Die Poetin mit dem höchsten Turm gewann: Maya Braun, die mit ihrer Geschichte "Welten der Wunder" die Zuschauer überzeugte. Sie erzählte von den Erwartungen der Gesellschaft an die Menschen und gab mit der Aussage "Die Würde des Menschen ist unantastbar, nur ist diese nicht definiert" zu denken, ohne bei diesem ernsten Thema den Humor auf der Strecke zu lassen.

Dieser Meinung waren auch die Fachjuroren, die Maya Braun schließlich zur Gesamtsiegerin des Abends wählten. Bei den Juroren handelte es sich um Susanne Goga, die als Autorin bereits mehrere Bücher geschrieben hat und Werke von Bestsellerautoren übersetzt, und um Volker Hein, der ebenfalls als erfolgreicher Schriftsteller und Journalist tätig ist.

Drittplatzierte wurde Fiona Theißen, die sowohl über die Probleme und Streitereien der einzelnen Schulfächer untereinander erzählte als auch die Liebe der Menschen mit der der chemischen Elemente verknüpfte. Ebenfalls aufs Treppchen schaffte es David Selewski, der mit der Satire "In seinem Ebenbild", in dem es um die Beziehung von Gott zu den Menschen geht, viele Lacher aus dem Publikum erntete und der sein zweites Werk "Meisterwerk" wirklich meisterhaft vortrug.

Am Ende zog Herr Görner auch für diesen dritten "Poetry Slam" ein positives Fazit, er lobte die hohe Motivation seiner SchülerInnen und trug für sie abschließend als "kleine Belohnung" das Lieblingsgedicht des Kurses "Leben" vor - natürlich von ihm persönlich verfasst.

Von Jonas Kirch (Jgst. EF)