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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2016 > Bericht vom 07.07.2016 ]

Trierfahrt 2016 - Auf in die älteste Stadt Deutschlands, auf zu den Römern!

In der "kleinen" Wanderwoche kurz vor den Sommerferien bot unsere Schule zum ersten Mal den Lateinschülern der Klassen 8 eine Fahrt ins "Klein-Rom" Deutschlands an. Diese Fahrt fand parallel zu der jährlichen Belgienfahrt unserer Französischschüler statt und soll nun auch als Jahrgangsstufenfahrt regelmäßig vor den großen Ferien im Rahmen unseres Fahrtenprogramms angeboten werden.

Impressionen von der Trierfahrt 2016.

Hier nun ein Erlebnisbericht einiger Teilnehmerinnen:

Um acht Uhr morgens fuhr unser Zug in Rheydt am Hauptbahnhof ab. Wir alle, auch unsere begleitenden Lehrerinnen Frau Erdkamp, Frau Schulze und Frau Reinhardt, waren schon sehr gespannt darauf, was uns in Trier erwarten würde. Das Umsteigen in einen anderen Zug im Kölner Hauptbahnhof verlief ohne Probleme und als wir dann um die Mittagszeit in Trier ankamen, waren auch die Morgenmuffel endlich wach.

Die Jugendherberge war mit Hilfe von Google Maps und Stadtkarten schnell zu finden. Da wir allerdings noch nicht auf die Zimmer konnten, haben wir nur erst einmal unser Gepäck abgestellt und sind dann alle zusammen zum Trierer Dom gelaufen, der circa drei Minuten entfernt war.

Impressionen von der Trierfahrt 2016.

Nachdem wir diesen ausgiebig erkundet und sogar die legendären Kirchenmäuse gefunden hatten, durften wir mindestens zu dritt die Stadt ein wenig besichtigen und konnten uns etwas zum Mittagessen kaufen. Ab drei Uhr bezogen wir dann auch endlich unser Quartier. Anschließend hatten wir noch ein wenig Zeit, bis wir uns auf den Weg zur Porta Nigra, dem römischen Stadttor, dem Wahrzeichen der Stadt Trier, machen mussten.

Dort angekommen nahmen wir an einer Erlebnisführung teil, bei der uns ein Legionär aus der Zeit der Römer durch das alte Stadttor führte. Wir haben dadurch viel über die Verteidigungsstrategien der Römer und die Geschichte dieses Tors erfahren und das auf eine sehr lustige und spannende Art und Weise. So trafen wir auf einen römischen Offizier der in Trier stationierten Legion des Kaisers Konstantin, der einige von uns im Laufe seiner gelungenen Darbietung in den Gemäuern der Porta Nigra umtaufte: Schließlich hatten wir unter uns den "Spaßvogel", "die Amazone", "die Beförderte" und "die Intelligente". Sogar die Göttin Venus und Morpheus, Sohn des Gottes des Schlafes, oder auch Bacchus, Gott des Weines und des Rausches, weilten unter uns, während andere leider nur "die Sklavin" genannt wurden und unsere Lehrerinnen abfällig "die Beamten".

Impressionen von der Trierfahrt 2016.

Mit guter Laune ging es dann zurück zur Jugendherberge, wo es Abendessen gab. Danach hatten wir noch etwas Freizeit und durften in die Stadt gehen, bevor wir spätestens um 22 Uhr auf unseren Zimmern sein mussten. Nachtruhe war angesagt.

Der zweite Tag begann damit, dass wir nach dem Frühstück nochmal kurz die Stadt unsicher machen durften, was viel Spaß gemacht hat, da es morgens noch nicht so voll im Zentrum war.

Um kurz vor zehn trafen wir uns wieder vor der Herberge, um dann zum Amphitheater zu gehen, wo eine weitere Erlebnistour auf uns wartete. Nach der Führung vom Vortag, die für uns alle ein voller Erfolg war, freuten wir uns nun schon sehr auf das zweite Erlebnis aus der Zeit der Römer.

Impressionen von der Trierfahrt 2016.

Am Anfang der Führung erzählte uns der Führer, Leiter der Trierer Gladiatorenschule, vieles über das Amphitheater und die Kämpfe, die dort ausgetragen wurden. Außerdem erklärte er uns, wie die Gladiatoren gelebt haben, wo ihr Beruf seinen Ursprung fand, wie er sich entwickelt hat, welche Waffen und Rüstungen sie benutzten und vieles mehr.

Das Ganze hört sich jetzt vielleicht nach einem langweiligen Vortrag an, war es aber keineswegs. Nach einem interessant gestalteten theoretischen Teil, bei dem sich zwei von uns in Gladiatoren verwandelten und wir oft genug zum Lachen gebracht wurden, ging es an die Praxis.

Impressionen von der Trierfahrt 2016.

In der Arena des Amphitheaters durften wir verschiedene Waffen und auch Kampfübungen ausprobieren. So zum Beispiel lernten wir, wie man mit einem Schild seinen Gegner provoziert und wie man mit einem Netz einen Holzpfahl, der den gegnerischen Gladiator darstellen sollte, "einfangen" kann. Und das ist schwerer, als es vielleicht aussieht, aber es war echt lustig.

Nach der Führung gingen wir in den Keller der Arena, danach zurück in die Stadt und warfen dabei noch einen kurzen Blick in die Palastaula des römischen Kaisers Konstantin, heutzutage die evangelische Kirche des Erlösers. Sie ist von außen so wie von innen sehr eindrucksvoll und man kann sich kaum vorstellen, dass so ein riesiges Gebäude ohne die Hilfe von Maschinen gebaut werden konnte. Leider war unser Ausflug nach Trier dann auch schon zu Ende. Schnell wurden noch einige Abschlussfotos vor der Porta Nigra geschossen, bevor wir uns auf den Weg zum Bahnhof machten.

Impressionen von der Trierfahrt 2016.

Die zwei Tage in Trier waren eine tolle Erfahrung voller Spaß und Aufregung für uns alle und sollten unbedingt im nächsten Schuljahr für die Lateiner der achten Klassen wieder angeboten werden.

Von Loreen Lederhuber und Lou Heger
(Klasse 8a) sowie Christina Reinhardt