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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2016 > Bericht vom 07.10.2016 ]

Assessment-Center-Training am MKG Wegberg

Am Donnerstag, dem 29.09.2016, fand ein Assessment-Center-Training für die Q1 statt, um die Schülerinnen und Schüler auf ein solches Auswahlverfahren in Bewerbungen vorzubereiten und dabei auch einige mögliche Aufgaben zu simulieren. Eine gute Vorbereitung auf das Assessment Center ist die halbe Miete, um das Auswahlverfahren erfolgreich zu bestehen.

Für das Assessment-Center-Training wurde die gesamte Stufe in vier Gruppen unterteilt, die jeweils von einem Mitarbeiter der Barmer GEK betreut wurden. Zunächst stellten die Mitarbeiter vor, was ein Assessment-Center (AC) ist. Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler auf ein solches Personalauswahlverfahren im Bewerbungsprozess vorzubereiten. Konzerne nutzen diese Methode, um die vielversprechendsten Bewerber zu ermitteln. Durch unterschiedliche Aufgaben und Übungen werden das Verhalten und die Kompetenzen der Bewerber analysiert. Ziel eines Assessment Centers ist es damit, die Kandidaten zu ermitteln, die fachlich und persönlich am besten ins Unternehmen und auf die freie Stelle passen.

Einzelkämpfer oder Teamplayer? Die verschiedenen Assessment-Center-Übungen fordern von den Teilnehmern ganz unterschiedliche fachliche und soziale Kompetenzen. Denn das AC ist kein Wissenstest, sondern hierbei liegt der Fokus besonders auf den "Soft Skills" des Bewerbers. Das bedeutet, seine individuellen Einstellungen zu bestimmten Themengebieten und seine Fähigkeiten werden begutachtet.

Ein Mitarbeiter, Lukas Schabram, begann den Trainingstag in seiner ihm zugeteilten Schülergruppe zunächst mit einer persönlichen Selbstanalyse. Die Schülerinnen und Schüler sollten sich im Hinblick auf Persönlichkeitsmerkmale selber einschätzen und somit ihre Stärken herausfinden. Danach sollten sie sich kurz vorstellen (Name, Leistungskurse, Lieblingsfächer, was man nach dem Abitur machen möchte, Hobbys und ob man schon Berufserfahrung gesammelt oder Praktika gemacht hat). Dabei sprach Herr Schabram Formulierungen an, die nicht angemessen oder nicht aussagekräftig genug sind. Beispielsweise sei es falsch zu sagen, dass man denkt, dass man zielstrebig ist, man solle es mit fester Überzeugung sagen. Es sei des Weiteren immer gut, Beispiele aus dem Alltag zu nennen, um seine Aussage zu unterstützen, und auch möglicherweise mit dem Vorgesetzten ins Gespräch zu kommen, da dieser selbst oder etwa seine Kinder vielleicht das gleiche Hobby haben oder ähnliche Gemeinsamkeiten vorliegen könnten.

Nach der Selbstpräsentation erhielten die Schülerinnen und Schüler Tipps für das richtige Auftreten: ruhig stehenbleiben mit einem festen Stand, Arme nicht verschränkt halten, um auch gestikulieren zu können, Augenkontakt halten und ruhig sprechen. Weiterhin wurde ihnen nahe gelegt, einen Stift in die Hand zu nehmen. Denn dabei sinke die Nervosität, da man immer wieder mit der Hand auf den Stift zurückgreifen könne, wenn man nicht wisse, wohin man mit den Armen soll.

Als nächstes mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem Rätsel erläutern, wie sie an die Aufgabe herangehen. Hier achtet der Vorgesetzte nicht darauf, so Herr Schabram, ob man das Rätsel lösen kann, sondern wie man versucht, es zu lösen. Das zeige dem Vorgesetzten ebenfalls wichtige Kompetenzen bei dem Bewerber an.

Eine weitere Übung in einem AC könnte eine Gruppendiskussion sein. Als Beispiel dafür sollten die Schülerinnen und Schüler sich vorstellen, 800€ auf sechs Schul-AGs aufteilen zu müssen. Dazu wurden alle in Gruppen aufgeteilt, in denen überlegt werden sollte, wie viel Geld man für seine AG braucht und wofür. Anschließend diskutierte jeweils einer aus der Gruppe zusammen mit den anderen Gruppen. Auch hierbei ist es nicht wichtig, dass man am Ende mit dem meisten Geld aus der Diskussion geht, sondern vielmehr kommt es darauf an, auf welche Art und Weise man sich in einer Gruppendiskussion präsentiert hat.

Zum Schluss legte man allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Einstellungstest vor, in dem Allgemeinwissen abgefragt wurde oder auch mathematische Aufgaben beziehungsweise Denk- und Knobelaufgaben zu lösen waren.

So ging am Ende des Assessment-Center-Trainingstages jeder aus der Q1 "gut trainiert" nach Hause und fühlt sich nun ein Stück mehr vorbereitet auf ein zukünftiges AC.

Von Jane Grabolle (Jgst. Q1)