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Spannender Einblick in die Berufswelt

"Der Weg in den Journalismus geht heutzutage vor allem über ein Studium", erklärt RP-Redakteur Michael Heckers Alina Götting (14) und ihrem Klassenkameraden Ben Günther (14). Die beiden Schüler, die am Maximilian-Kolbe-Gymnasium (MKG) die neunte Klasse besuchen, interessieren sich für den Beruf des Journalisten. Deswegen haben sie bei der Berufsinformationsbörse "Job-Info-Live", die das MKG, die Edith-Stein-Realschule und die Schule am Grenzlandring (Hauptschule) in Kooperation mit der Stadt Wegberg veranstalteten, ganz gezielt die Mobile Redaktion der Rheinischen Post angesteuert.

Im Gespräch mit Schülern und Eltern erläuterte Redakteur Michael Heckers (l.) am Stand der Rheinischen Post den Weg in den Journalismus. 80 Aussteller ermöglichten im Wegberger Schulzentrum Einblicke in über 200 Berufsfelder. (RP-Foto: Jürgen Laaser)

"Und was soll man am besten Studieren?", fragt Alina. RP-Redakteur Michael Heckers erklärt, dass sich das nach den jeweiligen Stärken richten sollte und viele Studiengänge in Frage kommen. Denn Medien, als Spiegel der Gesellschaft, brauchen Fachleute auf vielen unterschiedlichen Gebieten, zum Beispiel Kulturwissenschaftler, Juristen, Sportexperten und Wirtschaftsfachleute. Im weiteren Verlauf des Gesprächs erfahren die beiden Schüler auch etwas über den Arbeitsalltag, Einstiegsmöglichkeiten und Berufschancen, aber auch über die hohe Bedeutung von kritischem Journalismus für eine demokratische Gesellschaft.

Dann geht es für die beiden zum nächsten Stand. Schon im Vorfeld hatten sich die Schüler im Unterricht auf die Berufsinformationsmesse vorbereitet. Geklärt, zu welchen Unternehmen sie gehen und was sie herausfinden wollten. "Man kann sich gut informieren, welche Möglichkeiten es gibt", sagt Ben. Bei etwa 80 Ausstellern konnten sich die Schüler über mehr als 200 Berufsfelder informieren. Darunter Banken, Versicherungen, Handwerksunternehmen und viele Universitäten.

Schon ab der achten Klasse besuchen die Schüler die Veranstaltung. "Das ist am Gymnasium noch sehr früh", sagt Dr. Barbara Tillmanns, Schulleiterin des MKG. Doch es sei wichtig, dass die Schüler sich früh informierten. "Damit sie einen Einblick in die Berufswelt bekommen", erklärt Tillmanns. Gerade heute, denn: "Die Vielfalt der Berufe nimmt ja in hohem Maße zu." Auch Karin Viethen, Schulleiterin der Edith-Stein-Realschule, und Helga Mitzkeit, Leiterin der Schule am Grenzlandring, begrüßen es, dass sich die Schüler schon früh mit der Berufswelt auseinandersetzen.

Bei der Job-Info-Live können die Schüler erste Kontakte knüpfen und herausfinden, was ihnen gefällt. Es sei wichtig, Praktika zu machen, lautet die einhellige Meinung aller Unternehmensvertreter. "In welcher Form auch immer und so viele wie möglich", sagt Bernhard Morgenweg, Ausbildungsleiter der Siempelkamp-Gruppe, die Maschinen- und Anlagenbau betreibt. "Selbst wenn es nicht gefällt, ist es ein Erfolg", denn dann könnte man schon mal ausschließen, sagt Morgenweg. Bevor man aber ein Praktikum sucht, hilft es, die eigenen Stärken herauszufinden, rät Hans-Werner Hinz, Berufsberater der Agentur für Arbeit. "Die Schüler sollen über sich nachdenken", sagt er. Auch hilft es, sich von anderen Menschen einschätzen zu lassen. Auf diese Weise könnten Schüler eine erste Orientierung finden, um sich dann in Praktika auszuprobieren.

Kein Abschluss ohne Anschluss

Das Programm "Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAOA) des Arbeitsministeriums Nordrhein-Westfalens soll dafür sorgen, dass der Übergang von der Schule in die Ausbildung oder an das Studium besser funktioniert. Im Sinne dieses Programms müssen sich alle Schüler ab der achten Klasse regelmäßig mit der Berufswelt beschäftigen. Dies geschieht durch Informationsveranstaltungen, Praktika und Betriebsbesuche.

Von Philipp Schaffranek
Rheinische Post, 20.02.2017 (Seite C1)