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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2017 > Bericht vom 21.03.2017 ]

Schülerinformationstag an der TU Dortmund

Logo der TU Dortmund (Quelle: TU Dortmund)Das Abi in der Tasche - und was nun? Der Studieninformationstag am Donnerstag, dem 16.03.2017, an der Technischen Universität Dortmund bot in den Fakultäten Bio- und Chemieingenieurwesen Schülerinnen und Schülern eine gute Möglichkeit, sich über die Studiengänge zu informieren und Einblicke in die Forschungsarbeit zu bekommen. Deshalb fuhren wir - vier Schülerinnen der EF - Jana Witt, Lisa Korda, Nele Zohren und Julia Wingertszahn, gemeinsam nach Dortmund.

Nachdem wir auf dem großen Universitätsgelände den Weg zur Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen gefunden hatten, begann um 10:30 Uhr die Veranstaltung mit der Einführung in das Programm durch Dr. Paul Kerzel, der auch die Studiengänge im Einzelnen vorstellte.

Die Fakultät der TU Dortmund gehört zu den größten und erfolgreichsten Deutschlands in ihrer Ausrichtung, besonders ist auch die im Vergleich zu anderen Universitäten hohe Frauenquote von fast 33%. Bei den interdisziplinären Studiengängen liegen die Schwerpunkte auf Ingenieurswissenschaften, aber auch auf Biologie, Chemie, Mathematik, Technik und Wirtschaft. Insgesamt müssen sieben Semester für den Bachelor- und weitere drei Semester für den Masterabschluss studiert werden.

Neben den Semestern in Deutschland wird auf jeden Fall ein Austausch mit zum Beispiel Schweden, Großbritannien oder Japan empfohlen, um seine Englischkenntnisse zu erweitern und die sozialen Kompetenzen zu proben, damit man hinterher noch bessere Chancen in der sich schnell wandelnden Branche der Chemie- und Biotechnik hat.

Nach dem Erlernen vom breit angelegten Grundlagenwissen in Natur- und Ingenieurswissenschaften gibt es umfangreiche Möglichkeiten der Spezialisierung. So kann man sich später in Richtung technische Chemie und Biologie, Umwelttechnik (z.B. Luft- und Wasseraufbereitung), Konstruktion, Planung und Bau von Anlagen oder Verfahrensoptimierung orientieren. Die forschungsorientierten Studiengänge bieten während des Studiums vergleichsweise viel Praxisübung an den vielseitigen Versuchs- und Demonstrationsanlagen, die wir bei den Laborführungen später zum Teil besichtigen durften.

Man kann sagen, dass die späteren Berufsmöglichkeiten genauso vielfältig wie das Studium sind. Absolventinnen und Absolventen der Fakultät können neben der Forschung auch z.B. in chemischen und pharmazeutischen Betrieben, in der Umwelt- und Energietechnik, aber auch bei öffentlichen Einrichtungen und in der Kosmetikindustrie tätig werden. Der Jahresverdienst beim Einstieg liegt bei etwa 45.000 €, nach einiger Berufserfahrung können auch 60.000 € bis 100.000 € erreicht werden. Auch die späteren Arbeitsplatzchancen sind sehr hoch, da viele Stellen in der Industrie nicht besetzt sind.

Nachdem wir einen nun ersten Eindruck vom Bio- und Chemieingenieurwesen bekommen hatten, folgte gegen 11:30 Uhr eine vereinfachte Vorlesung, welche uns einen realistischen und studiennahen ersten Einblick in den Vorlesungsalltag geben konnte. Dr. Felix Stehle aus dem Lehrstuhl für Technische Biochemie hielt einen Vortrag zum Thema "Designer Organismen: Auf dem Weg zu THC produzierenden Hefen" und erklärte uns dabei kurz seine durchgeführten Experimente, an denen er gemeinsam mit einigen Studenten arbeitet. Daraus mitnehmen konnten wir definitiv, dass das Forschen mit mehr als nur Plan A oder B, viel Frustration und noch mehr Geduld verbunden ist.

Ab 12:30 Uhr hatten wir dann die Möglichkeit, die Uni-Mensa zu besuchen, wo es eine vielseitige Auswahl an verschiedenen Gerichten zum kleinen Preis gab, sodass garantiert für jeden etwas dabei war.

Nach einem leckeren Mittagessen konnten wir dann in Kleingruppen aufgeteilt an Laborführungen teilnehmen. Bei diesen wurden wir jeweils von Studierenden begleitet, denen wir gleichzeitig Fragen stellen konnten, sodass wir weitere Eindrücke von einem Studium auf diesem Gebiet gesammelt haben.

In den verschiedenen Laboren wurde uns der jeweilige Lehrstuhl vorgestellt, wir bekamen Einführungen in das Labor und durften bei einigen Punkten selbst experimentieren.

"In der Schule habe ich früher selbst Chemie abgewählt, weil es mich damals nicht interessiert hat. Heute kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, etwas anderes als Chemieingenieurwesen zu studieren, und ich komme auch super mit.", erzählte uns eine Studentin, die bereits ihren Bachelorabschluss gemacht hat.

"Bei so vielen verschiedenen Fachbereichen gibt es immer etwas, das man weniger gut kann, und etwas, in dem man total gut ist, niemand hier kann alles, aber wir helfen uns immer untereinander.", so ein Student, der ebenfalls bald seinen Master macht.

Kurzinfo

Die Technische Universität Dortmund hat ein besonderes Profil entwickelt. In 16 verschiedenen Fakultäten in Natur- und Ingenieurwissenschaften, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften haben rund 34.200 Studierende in knapp 80 Studiengängen die Möglichkeit, klassische sowie innovative Fächer zu studieren. Neben den vielen Studierenden hat die TU 6.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen ca. 300 Professorinnen und Professoren sind.

Von Jana Witt, Julia Wingertszahn
und Nele Zohren (EF)