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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2017 > Bericht vom 07.11.2017 ]

Projekttag "Cybermobbing" am MKG Wegberg

Einen Großteil unserer Freizeit verbringen wir Teenager im Internet, wenn wir mit unseren Freunden schreiben, im Internet surfen oder in sozialen Netzwerken die neusten News lesen. Internet und soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat, Youtube und Co. nehmen einen Großteil unserer Zeit in Anspruch. Ein Leben ohne Handy und Internet ist für die meisten Jugendlichen nicht mehr vorstellbar. Aber genauso wie soziale Medien ist auch Cybermobbing kein Fremdwort mehr für die meisten. Cybermobbing ist die systematische Belästigung und Beleidigung von Personen über Medien wie soziale Netzwerke.

Die meisten von uns haben sicher schon einmal einen negativen Kommentar - oder einen Shitstorm (große Menge an unfreundlicher negativer Kritik) - unter einem Bild oder Video gesehen oder auch mitbekommen, wie jemand unfreundliche Nachrichten erhalten hat. Um genau das zu verhindern, ist es wichtig, sich frühzeitig über mögliche Gefahren zu informieren und zu lernen, wie man sich und sein Umfeld vor Cybermobbing schützen kann.

Aus diesem Grund wird an unserer Schule jährlich eine Informationsveranstaltung in Form eines Projekttages als Prävention von Hassattacken durchgeführt. Dadurch soll Fällen von Cybermobbing vorgebeugt und unsere Schüler/innen geschützt werden. So fand auch in diesem Jahr am 16.Oktober 2017 für alle Klassen der Jahrgangsstufe 7 diese Veranstaltung statt.

Der Tag begann für die Schüler/innen mit einem Einstieg in das Thema "Cybermobbing" und dem schrittweisen Heranführen an die Problematik. Durch den Film "Let's fight it together", der den Verlauf und die Folgen des Mobbings eines Jungen realitätsnah darstellt, erhielten die Schüler/innen einen guten Überblick über das Thema.

Im Anschluss daran wurde Mobbing aus der Sicht der Täter und der Opfer erarbeitet, um weiter auf die Problematik einzugehen und mögliche Gründe für Cybermobbing herauszufiltern. Dabei fiel es den Schüler/innen schnell auf, dass die Täter sich oftmals den Konsequenzen für das Opfer nicht bewusst sind.

Die 'Hatern', wie die Täter beim Cybermobbing auch genannt werden, werden durch die Anonymität des Internets geschützt, weswegen sie sich insgesamt "mehr trauen". Im "echten" Leben ist es anders: Hier wagt kaum einer, Kommentare wie die aus dem Netz der betroffenen Person ins Gesicht zu sagen.

Auch für das soziale Umfeld der Opfer ist es oft schwer mit Cybermobbing umzugehen, da die Opfer sich oft auf Grund von Selbstzweifeln zurückziehen anstatt sich Hilfe zu holen.

Anschließend wurden verschiedene Möglichkeiten zur Prävention von Mobbing diskutiert. Den Siebtklässler/innen wurde erklärt, dass sie zwar eigenverantwortlich für ihren Schutz zuständig sind – so z.B. sollen sie keine persönlichen Daten im Internet preisgeben -, aber sie erfuhren ebenfalls, wie sie als Betroffene handeln sollten und wo sie Hilfe bekommen könnten. Wenn es zu einer Cybermobbing-Attacke kommen sollte, sollte man zunächst das Gespräch mit einer vertrauten Person suchen und nicht mit seinen Sorgen und Problemen allein bleiben. Weiterhin sollte immer auch Beweismaterial gesichert werden, um gegen den Täter vorzugehen. Ansonsten sollte man die Kommentare bestmöglich ignorieren.

Am Ende des Tages wurde ein Rollenspiel inszeniert, das das Gelernte noch einmal zusammenfassend darstellen sollte. Es sollten eigene Lösungs- und Handlungswege entwickelt werden und dadurch der inszenierte Cybermobbingfall eingedämmt oder aus dem Weg geräumt werden. Dabei sollten die Schüler/innen vor allen Dingen darauf achten, dass der Opferschutz wichtiger ist als die Täterbestrafung.

Der Projekttag zur Prävention von Cybermobbing für die Schüler/innen der 7. Klassen am MKG Wegberg leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, die Jugendlichen auf einen verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien vorzubereiten.

Von Julia Wingertszahn (Jgst. Q1)