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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2018 > Bericht vom 16.01.2018 ]

Chemiekurse der Q2 im Covestro-Science-Lab Leverkusen

Am Mittwoch, dem 10.01.2018, zu nachtschlafender Zeit um 7 Uhr trafen sich die Chemiekurse der Q2, um gemeinsam mit Herrn Corsten und Herrn Thelen die Reise in die Welt der Chemie zum Covestro-Science-Lab in Leverkusen anzutreten.

Voller Motivation und Erwartungen an den Tag kamen wir nach der Busfahrt um kurz vor 9 Uhr an. Am Eingang des CHEMPARK Leverkusen wurden wir freundlich empfangen und jeder bekam einen Ausweis, um das Gelände betreten zu dürfen.

Nachdem wir im Gebäude des Covestro-Science-Lab angekommen waren, informierten uns fünf Mitarbeiter zunächst einmal über die Firma. Covestro ist ein führender Anbieter im Bereich der hochwertigen Polymere. Außerdem wurde uns erzählt, in wie vielen Produkten des täglichen Lebens Materialien von Covestro zu finden sind: Matratzen, Zahnbürsten etc. Danach erfuhren wir etwas über den klassischen Entwicklungsablauf "Von der Idee bis zum Produkt". Weiterhin wurden wir über zu beachtende Sicherheitsregeln und die Aufgaben informiert, die im Laufe des Tages von uns zu bearbeiten sein würden: Wir Schüler sollten Konzernstrukturen in diesem großen Unternehmen nachempfinden und als Projekt und gemeinsames Ergebnis Kunststoffbecher produzieren.

Dazu wurden uns die verschiedenen Abteilungen und Arbeitsbereiche zunächst vorgestellt und wir konnten bei einer Laborführung die Räumlichkeiten besser kennenlernen. Danach sollten wir uns selbstständig in Arbeitsgruppen einteilen, um alle notwendigen Teilbereiche dieser Produktionskette bestmöglich abzudecken. So gab es neben der Designgruppe eine Technikgruppe, ein Forschungsteam und die Finanzbeauftragten. Zu Koordinationszwecken der verschiedenen Gruppen wurde auch eine Kommunikationsgruppe gebraucht.

Vor der Mittagspause lasen wir uns in die gestellten Aufgaben für unsere jeweilige Gruppe ein, um dann voller Tatendrang mit der Realisierung anzufangen:

Die Designgruppe legte mittels einer Umfrage die Farbauswahl der Becher fest.

Impressionen vom Besuch im Covestro-Science-Lab Leverkusen.

Währenddessen machten sich die anderen Gruppen mit ihrem Arbeitsplatz und den Geräten vertraut. So lernten z.B. die Techniker den korrekten Umgang mit der Spritzgussmaschine.

Impressionen vom Besuch im Covestro-Science-Lab Leverkusen.

Die Forschergruppe testete das Rohmaterial in der ausgewählten Farbe auf Trockenheit und stellte fest, dass das durchsichtige Granulat noch trocknen musste, bevor die Produktion starten konnte. Das türkise Granulat hingegen war bereits zur Produktion bereit und wartete auf seinen Einsatz.

Impressionen vom Besuch im Covestro-Science-Lab Leverkusen.

In dieser Zeit berechnete die Finanzgruppe die anfallenden Kosten für die Produktion und den fiktiven Verkaufspreis für einen fertig produzierten Becher. Dabei berücksichtigt wurden zum Beispiel die Gehaltsauszahlungen an die Mitarbeiter sowie die Miete der Produktionsgebäude. Da unsere Becher allerdings nach Berücksichtigung aller Faktoren ca.162 Euro pro Stück kosten sollten, stand fest, dass das Finanzteam Optimierungsarbeit leisten musste.

Impressionen vom Besuch im Covestro-Science-Lab Leverkusen.

Die Designer entschieden sich einen Werbefilm zu produzieren und ließen ihrer Kreativität freien Lauf, als sie für den Werbespot einen passenden Slogan entwickelten.

Die Kommunikationsgruppe machte Fotos und war für die Informationsvermittlung zwischen den Konzernabteilungen/Arbeitsgruppen und die Erstellung der Teilnahmezertifikate zuständig.

Impressionen vom Besuch im Covestro-Science-Lab Leverkusen.

Kurz vor der Mittagspause präsentierten alle Gruppen ihre Ergebnisse. Anschließend ging es in die Kantine, die in einem 10-minütigen Spaziergang gut zu Fuß zu erreichen war.

Danach ging unser Arbeitstag mit der Produktion weiter. Zunächst überprüfte die Forschungsgruppe dafür noch einmal die Trockenheit des Rohmaterials und gab nach kurzer Zeit die Produktion der Becher für die Technikgruppe frei.

Impressionen vom Besuch im Covestro-Science-Lab Leverkusen.

Die Produktion des ersten Bechers erfolgte unter Beifall aller Arbeitsgruppen. Insgesamt wurden circa 75 türkise Becher produziert. Das Besondere an ihnen: Durch 13 vorgeformte Ausbuchtungen im Boden kann man etwas Wasser in ihnen einfrieren und, wenn man anschließend ein wärmeres Getränk hinzugibt, dieses mit "herausploppenden" Eiswürfeln genießen.

Anschließend hat das Forschungsteam die Qualität der ersten 20 Becher überprüft und das Designteam eine Umfrage über die Zufriedenheit und Ausgabebereitschaft gestartet. Da diese durchweg positiv ausfiel, konnte das Finanzteam einen fairen hypothetischen Preis von 2,99 Euro festlegen. Ebenfalls drehten die Designer den Werbefilm zum "Super Ice Cup" mit Erfolg. Die Kommunikationsgruppe erstellte eine Abschluss-Diashow, die die Erlebnisse des Tages reflektierte. Jede Gruppe war am Ende zufrieden mit ihrer Arbeit und teilte ihre Ergebnisse in einer Abschlussrunde den anderen mit.

Die Feedbackrunde fiel durchweg positiv aus und wir nahmen gerne unsere Becher als Erinnerungsstücke mit nach Hause. Für uns war dieser Tag im Covestro-Science-Lab in Leverkusen eine gute Möglichkeit, in die komplexen Zusammenhänge eines Produktionsbetriebes hineinzuschauen und zu sehen, wie viel Teamwork hinter einer Produktion steckt.

Impressionen vom Besuch im Covestro-Science-Lab Leverkusen.

Wir bedanken uns noch einmal bei den Mitarbeitern des Covestro-Science-Labs und bei unseren Lehrern Herrn Corsten und Herrn Thelen, die für uns einen interessanten und lehrreichen Tag organisiert haben.

Von Julia Wingertszahn (Jgst. Q1)