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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2018 > Bericht vom 07.03.2018 ]

Ausflug der Klassen 6 ins Neanderthal-Museum (I)

Eine Klassenfahrt sorgt für Abwechslung. Diesmal stand der Besuch des Neanderthal Museums, im Neandertal bei Mettmann, auf dem Programm. Unser Ziel war es, im Museum, das an der Fundstelle des berühmten Neandertalers erbaut wurde, viel über die Ur- und Frühgeschichte der Menschheit zu erfahren.

Bei eisigem Wind und hohen Minusgraden, startete unsere Busfahrt am Mittwoch, dem 28. Februar 2018, um 8:30 Uhr. Zusammen mit Frau Meister, Frau Ruf und Herrn Heese bestiegen die Schüler(innen) der 6. Klasse die beiden Busse. Staufrei und ohne Zwischenfälle kamen wir nach einer einstündigen Busfahrt in Mettmann an.

Die Fragen, "Woher kommen wir?", "Wer sind wir?", "Wohin gehen wir?" sollte der Museumbesuch beantworten. Zu diesem Zeitpunkt hätten wir auf diese Fragen geantwortet: "aus Wegberg", "Schüler(innen) des MKG", "zu einem verschlossenen Eingang".

Nachdem wir endlich den richtigen Eingang gefunden hatten, legten wir Jacken und Rucksäcke ab und wurden danach zur besseren Verständlichkeit mit drahtlosen Kopfhörern ausgestattet.

Endlich ging die Führung los. Wir erfuhren, dass 1856, bei Grabungen in der Feldhofer Grotte, Skelettteile gefunden wurden, die erst später als frühmenschliche Überreste identifiziert werden konnten. Die Knochen gehörten einem Menschen, der lange vor unserer Zeitrechnung gelebt hatte. Er wurde nach der Fundstelle Neandertal benannt.

Die nächste Station war eine Sanduhr. Diese Sanduhr sollte helfen, Zeitspannen, die unsere Vorstellungskraft weit übersteigen, zu veranschaulichen. Wir sollten uns vorstellen, dass für jedes Sandkorn, was fiel, ein Jahr vergeht. In jeder Sekunde fielen 100 Körner.

Wir rechneten nun aus, wie lange wir vor der Sanduhr warten müssten, um in die Zeit der Neandertaler, des ersten Menschen und des ersten Lebens zurückzureisen. Die Neandertaler starben vor 30.000 Jahren aus, d.h. wir hätten fünf Minuten vor der Sanduhr warten müssen.

Unser Museumsbesuch ging weiter und wir sahen verschiedene Schädel, Kiefer und ganze Skelette urzeitlicher Menschen. Uns wurden frühzeitliche Alltagsgegenstände, Werkzeuge und Waffen gezeigt.

Unser Weg führte uns weiter an lebensgroßen, nachgebildeten Figuren verschiedener Menschen vorbei. Wir sahen u.a. Nachbildungen des Homo sapiens sapiens, des Homo sapiens neanderthalensis und des Australopithecus afarensis, der im Museum "Lucy" genannt wurde.

Als wir vor einem Homo sapiens sapiens standen, fragte uns die Museumsmitarbeiterin, wie wir ihn nennen würden. Unser Vorschlag war "Knochen Jochen". Wir einigten uns auf "Jochen".

Wir erfuhren viel über die Eigenschaften des Neandertalers. Er war kräftig gebaut und sehr stark. Er verfügte über einen Sprachumfang eines dreijährigen Kindes und nutzte Gesten zur Verständigung. Er war handwerklich schon sehr geschickt und ideenreich.

Eine lebensgroße Figur eines Neandertalers im modernen Anzug sollte uns zeigen, wie er heute in unserer Gesellschaft aussehen würde. Ein weiteres Highlight war das Spiegelkabinett, indem wir uns, zum Vergleich, gemeinsam mit einem Neandertaler mehrfach spiegeln konnten.

Nach einer Stunde war die Museumsführung zu Ende und wir hatten viel gelernt. Die Fragen, "Woher kommen wir?", "Wer sind wir?", "Wohin gehen wir?" konnten nun ganz anders beantwortet werden.

Nach einer Pause, in der wir essen und trinken und einen Film über die Entstehung der Figuren schauen konnten, besuchten wir einen Workshop, zur Herstellung eines Steinzeitamuletts. Wir bastelten uns, aus urzeitlichen Materialien, wie Aststücken, Herzmuscheln, Knochenperlen und Leder, ein eigenes Amulett.

Der Besuch endete und wir traten die Rückfahrt an. Nach einer Stunde Fahrtzeit kamen wir wieder in Wegberg an.

Von Lilith Knipping (Klasse 6b)