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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2018 > Bericht vom 02.11.2018 ]

Deutsche Schülerakademie 2018

Allein. Noch jedenfalls. So startete ich zur Deutschen Schülerakademie in Papenburg, zwiegespalten zwischen der Vorfreude auf der einen Seite und dieser ungewissen Konstanten, also dem, dass man nicht weiß, was einen erwartet, auf der anderen Seite. Doch wie das meistens so ist, legen sich diese Befürchtungen ziemlich schnell: Man kennt spätestens nach einem Tag, wenn nicht sogar schon nach der Zugfahrt (ich meine, die Bahn bietet dafür schließlich auch genug Zeit) - die meisten.

Bereits im Vorhinein hatte ich aus über hundert möglichen Kursen, die, verteilt auf verschiedene Akademien, angeboten wurden, einen ausgewählt. Zugegeben, die Tatsache, dass die Akademien sich häufig mit anderen Plänen für die Ferien überschneiden, schränkt das Angebot doch etwas ein, doch ich war mit meiner Wahl "Die Mathematik hinter der Klimaforschung" trotzdem sehr zufrieden. Zur Vorbereitung nötig ist lediglich die Erstellung eines Referats mit großenteils bereits vorher zugesendeten Quellen, aber kein besonderes Vorwissen oder Ähnliches.

So kam es, dass auch der Kursblock, auf dessen Gestaltung man deutlich mehr Einfluss hat, als man es aus der Schule gewohnt ist, gut verständlich war und es dementsprechend drum herum viel Zeit für verschiedene andere Dinge hatte. Trotzdem wurde einem nie langweilig, es fanden sich immer Leute, mit den man Verschiedenes unternehmen konnte.

So begann unser Tag morgens, nach dem Frühstück natürlich, mit einem kurzen, meist witzig gestalteten Plenum, das hauptsächlich Organisatorischem diente. Danach begann der erste, ca. 3-stündige Kursblock, der mit einer Vielzahl verschiedener Methoden gestaltet wurde. Zusätzlich wurde, wenn man so viel Glück hatte wie ich während der Kurszeiten, ansonsten außerhalb, eine gemeinsame Dokumentation erstellt, die die wesentlichen Inhalte des jeweiligen Kurses zusammenfasste.

Nach dem Mittagessen gab es die erste KüA-Schiene (kursübergreifende Angebote), die letztendlich nichts Anderes als eine Pause darstellt, in der verschiedene Aktivitäten häufig sogar von den Teilnehmern selbst angeboten wurden. Zu diesen zählten beispielsweise verschiedene Sportarten, Gemeinschaftsspiele wie zum Beispiel Werwolf, verschiedene musikalische Angebote oder ganz akademiespezifische Spiele, die man woanders wahrscheinlich nie wieder spielen wird.

Dazu bot das weitläufige Gelände, das auch einen See umfasste, der sowohl zum Schwimmen als auch zum Bootfahren geeignet war, genügend Möglichkeiten, zumal wir auch den anliegenden Sportplatz sowie eine Sporthalle nutzen konnten.

Gegen Ende des Nachmittags gab es dann noch einmal einen Kursblock, bis dann nach dem Abendessen die zweite Kursschiene begann. Eine Nachtruhe gab es nicht wirklich, sodass der Schlaf häufig relativ kurz ausfiel. Um dem ein bisschen entgegenzuwirken, gab es zwei Ausschlaftage, an denen die verpflichtende Kursarbeit morgens wegfiel.

Dass die Akademien in Papenburg als Nachhaltigkeitsakademien deklariert sind, fällt also auf den ersten Moment gar nicht so auf, auch wenn das sich natürlich schon an einigen Stellen bemerkbar macht: So orientieren sich beispielsweise die Kursthemen allesamt an Nachhaltigkeit, das Essen war meist vegetarisch (was aber überhaupt kein Problem war, da die Küche gerade im Vergleich zu anderen Gästehäusern sehr gut war) und es gab verschiedene Projekte in diesem Bereich, an denen wir an zwei Projekttagen gearbeitet und diese schlussendlich vorgestellt haben. So habe ich zum Beispiel mit meiner Gruppe ein Klimaspiel entwickelt.

Insgesamt war meine Teilnahme eine auf jeden Fall sehr lohnende Erfahrung, sodass ich jedem, der die Chance hat, einmal daran teilzunehmen, nur empfehlen kann, diese Möglichkeit wahrzunehmen, denn man lernt nicht nur Neues in einem Gebiet, das einen dadurch, dass man zwischen so vielen verschiedenen Kursen wählen kann, auf jeden Fall interessiert, sondern man lernt auch neue Freunde kennen - mal ganz abgesehen davon, dass wir dort gemeinsam auch unfassbar viel Spaß hatten.

Von Johannes Jeup (Jgst. Q2)