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Aktion Tagwerk
 

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Aktion Tagwerk - Mein Tag in der Apotheke

Mein Tag in der Apotheke war erfüllt von verschiedenen Tätigkeiten, so dass mir nicht langweilig wurde und ich einen sehr umfassenden Blick "backstage" der "Handverkaufstische" in einer Apotheke bekam.

Bevor es aber soweit war, musste erst einmal ein passender Betrieb gefunden werden, was sich als nicht ganz so einfach herausstellte, da viele Betriebe leider nicht einsahen, eine unqualifizierte Schülerin für einen Tag zu beschäftigen und das auch noch zu bezahlen - guter Zweck hin oder her … Über eine Bekannte von mir fand ich schließlich doch eine "Stelle":

Am 09.10.2018 begann der Arbeitstag für mich um 8:00 Uhr. Nachdem ich jedem vorgestellt worden war und eine kurze Führung durch die Apotheke bekommen hatte, ging es auch gleich los mit Botengängen, d.h. ich bekam Medikamente und musste diese ins Seniorenheim oder zu Kunden, die nicht in der Lage sind, sich ihre Medikamente selbst abzuholen, bringen. Im Gegenzug bekam ich manchmal gleich die nächste Ladung Rezepte mit, die ich dann zur Apotheke mitbrachte.

Später durfte ich mit Tätigkeiten in der Apotheke beginnen. Als nämlich die Lieferung vom Großhandel kam, musste die Ware ausgepackt, "verbucht" und eingeräumt werden. Beim Verbuchen werden die Packungen gescannt und verschiedene Informationen wie das Haltbarkeitsdatum, der Einkaufspreis, die Rechnungsnummer, das Rechnungsdatum und die Anzahl der gelieferten Packungen des jeweiligen Medikaments werden in einen Computer eingetippt. Dies durfte ich zusammen mit einer sehr netten "PTA" (pharmazeutisch-technische Angestellte) erledigen, die mir alles genauestens erklärte.

Bevor ich in die Mittagspause entlassen wurde, wurde mir das Stempeln der in der Apotheke angebotenen Zeitschriften aufgetragen. Jede Zeitschrift, die in einer Apotheke abgegeben wird, wird zu Werbungszwecken mit dem Logo der Apotheke versehen - eine fast meditative Tätigkeit, wie ich behaupten würde.

Nach einer halbstündigen Mittagspause hatte ich die Möglichkeit, die rechnerischen Tätigkeiten einer Apotheke auszuprobieren. Worüber ich noch nie nachgedacht hatte, ist, dass natürlich Preise kalkuliert werden müssen oder dass das sogenannte Skonto, also der Preisnachlass, den ein Betrieb erhält, wenn die Rechnungen beim Großhandel innerhalb einer gewissen Frist beglichen werden, berechnet werden muss und dass bei der Herstellung von Rezepturen der Dreisatz angewendet werden muss.

Als krönenden Abschluss durfte ich mich schließlich kreativ am Schaufenster austoben. Ich bekam verschiedene Materialien die zur Saison passten, zur Verfügung gestellt, entwickelte eine Skizze, die ich mit der Leiterin der Apotheke besprach, und nachdem einige kleine Verbesserungen vorgenommen worden waren, machte ich mich zusammen mit einer anderen Angestellten daran, den Plan in die Tat umzusetzen.

Ich muss zugeben, dass ich ein wenig Bedenken hatte, inwiefern eine vollkommen unausgebildete Schülerin der 10. Klasse überhaupt in den Arbeitsalltag einbezogen werden kann und darf, aber ich finde, das Team in der Apotheke hat sich sehr schöne Dinge ausgedacht, damit ich von jedem Tätigkeitsbereich etwas mitnehmen konnte. Es waren alle sehr nett und geduldig mit mir, so dass der Tag zu einer absolut einzigartigen und wertvollen Erfahrung für mich wurde, und zu wissen, dass Kinder in Afrika mit meiner Hilfe eine Chance auf eine bessere Zukunft bekommen, war die mühevolle Stellensuche absolut wert.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Team der Falkenapotheke in Solingen für seine geduldigen Erklärungen und seine herzliche und offene Art!

Von Elisabeth Brenner (Jgst. EF)