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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2020 > Bericht vom 23.03.2020 ]

Unser Online-Lernen - Der Versuch einer Definition als Leitlinie für Lehrer, Schüler und Eltern

Ich schreibe diesen Text bewusst für alle Beteiligten, damit man sich auch gemeinsam darauf beziehen kann.

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass, abhängig von Fach und Jahrgangsstufe erhebliche Unterschiede bestehen, was die Möglichkeiten der Stellung von Aufgaben betrifft.

Dennoch versuche ich einige Grundsätze klarzustellen:

Der Unterricht als solcher ruht. Das bedeutet, dass es auch keinen Video-Unterricht mit dem Ziel geben kann, im Stoff voranzuschreiten.

Nichts von dem, was in der Zeit der Schulschließung bearbeitet wird, ist prüfungsrelevant.

Es wird auch nichts von dem, was bearbeitet wurde, benotet.

Die häusliche Arbeit soll vorrangig dazu dienen, nach Schulöffnung ohne Probleme wieder in einzusteigen.

Besonders gut eignen sich hierfür Wiederholungs- und Vertiefungsaufgaben. Auch eine Lektüre, die sowieso zunächst ohne Input, aber mit Leseaufgaben aufgegeben worden wäre, ist eine sinnvolle Aufgabe. Man kann auch eine in sich abgeschlossene Präsentation erstellen, eine Recherche durchführen oder ein Projekt bearbeiten.

Wiederholung von Grammatik und das Üben von bekannten Vokabeln kommen im normalen Betrieb oft zu kurz, sind also auch gut zu bewältigen.

Es gibt schöne Lehrfilme im Internet und auch im Fernsehen werden Wissenssendungen ausgestrahlt, auf die Lehrer zurückgreifen können. Es spricht nichts gegen selbst gedrehte Filme oder Moodle-Kurse, solange gewährleistet ist, dass jeder in der Lerngruppe Zugang dazu hat.

Wichtig ist auch, dass die Kollegen bei wichtigen Fragen erreichbar sind und dass z.B. über den Klassenlehrer geklärt werden kann, warum es zum Beispiel in bestimmten Fächern keine Aufgaben gibt, was ja gute Gründe haben kann.

Auch im Fach Sport kann es jetzt übrigens Aufgaben geben - oder sogar gerade jetzt!

Klassischerweise erfolgt die Weitergabe über E-Mail über den Klassenlehrer/Tutor  und/oder die Pflegschaftsvorsitzende. Es gibt noch andere Kanäle, wobei immer darauf zu achten ist, dass diese für alle erreichbar sind.

Diese Hinweise spielen das wider, was das Ministerium in mehreren Mails angewiesen hat.

Angekündigt sind auch Lern-Apps, die ich zu gegebener Zeit weitergeben werde.

Viel Erfolg weiterhin mit den Aufgaben, die im Übrigen täglich auf keinen Fall den Umfang eines Schultags erreichen und auch nicht zu häuslicher Überforderung oder häuslichem Unfrieden führen sollen.

Sie als Eltern brauchen Ihre Kinder nicht zu unterrichten! Sie sollten sie nur, wenn möglich, durch Ausdrucken von Blättern oder Beantwortung von Einzelfragen unterstützen!

Das Lernen soll nicht verlernt werden, darum geht es auch.

Bleibt und bleiben Sie vor allem gesund! Das ist das Wichtigste!

Herzliche Grüße

Maj Kuchenbecker