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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2021 > Bericht vom 25.10.2021 ]

Suchtprävention der Jahrgangsstufe 9

In der Woche vom 17. September bis zum 1. Oktober 2021 fand für die Schüler*innen der Jahrgangsstufe 9 die sogenannte Suchtpräventionswoche statt. Wahrscheinlich fragt sich mancher jetzt, wie wir selbst es getan haben, was genau man darunter versteht und wie dieses von Frau Wlosinski ins Leben gerufene und organisierte Projekt ablief.

Wie auch in den letzten Jahren wurden die Schüler*innen von einem Mitglied der Anonymen Alkoholiker, das seine Geschichte mit ihnen teilte, und einem Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes des Kreises Heinsberg besucht. Sinn dieser Veranstaltung ist, den riskanten und abhängigen Gebrauch von Suchtmitteln sowie süchtige Verhaltensweisen zu reduzieren, vorzubeugen und insbesondere risikoarme Verhaltensweisen bei den Schüler*innen zu fördern.

Dabei wurden die Schüler*innen zunächst von einem Mitglied der Anonymen Alkoholiker besucht, das ihnen in einer Doppelstunde seine Erfahrungen mit Sucht, wie beispielsweise die Auslöser von Sucht, ihre Überwindung und Erlebnisse in der Suchtphase selbst, schilderte. Besonders diese Informationen erschütterten und beeindruckten die Schüler*innen sehr. Dies zeigte sich auch bei Gesprächen mit ihnen. Beispielsweise antworteten die Schüler*innen auf die Frage, was sie am bewegendsten an der Geschichte des Anonymen Alkoholikers fanden und was sie daraus für sich selbst schließen, mit den Aussagen: "Die Dankbarkeit, die der Anonyme Alkoholiker für sein jetziges Leben empfindet, war sehr bewegend und jetzt, nachdem man seine Geschichte gehört hat, möchte man seine eigene Motivation ändern und neue Lebensziele setzen." Und: "Wie er es geschafft hat, wieder Kontakt zu seiner Familie zu haben und mit dem Trinken aufzuhören, obwohl er im Gefängnis war. Und wie er weiterhin Jobs bekommen hat und sein Leben lebt, trotz der Schicksalsschläge wie Hör- und Sehverlust." Diesen Aussagen nach zu urteilen regte der Besuch des Anonymen Alkoholikers die Schüler*innen zu weiterem Nachdenken über das Thema Sucht und Suchprävention an und erzielte somit das erhoffte Ergebnis.

Zusätzlich zu den Anonymen Alkoholikern besuchte auch Markus Willmer, der im Kreisgesundheitsamt Heinsberg arbeitet, im Rahmen der Suchtprävention unsere Schule, um den Schüler*innen Informationen über verschiedene stoffgebundene Süchte zu übermitteln. Beim Besuch der Klasse 9c wurden vor allem die Drogen Cannabis sowie Alkohol und Nikotin thematisiert. Zunächst wurden die Eindrücke der Schüler*innen zu diesen Stoffen gesammelt, Schlagworte waren hierbei zum Beispiel "Vernachlässigung", "Kontrollverlust", "Abhängigkeit" oder "gesundheitsschädlich". Die Schüler*innen beteiligten sich rege an der Diskussion und brachten viele eigene Ideen mit ein. Am Ende gab es ein Quiz, bei dem die Klasse ihr Wissen zu den Stoffen testen konnte.

Auf die Frage, ob den Schüler*innen die Suchtprävention gefallen hat, antworteten alle einstimmig mit "ja", wobei ihnen der Besuch eines Mitgliedes der Anonymen Alkoholiker am besten gefallen hat, weil dieser "aufregend und nicht langweilig" war und sie dadurch eine "ganz andere Perspektive" auf das Thema bekommen haben. Aber auch die Informationsveranstaltung hat den Schüler*innen sehr gut gefallen, da sie informativ war und "kein langweiliger Vortrag", sondern ein aktives Erarbeiten des Themas.

Die Organisatorin, Frau Wlosinski, ist Lehrerin am MKG mit der Fächerkombination Biologie und Erziehungswissenschaften und Zuständige für die Suchtberatung und -prophylaxe an unserer Schule.

Von Luise G. und
Sophie Botz (Jgst. EF)