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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2011 > Bericht vom 26.06.2011 ]

Für ein Schuljahr in die USA

Eine Schülerin des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums in Wegberg hat ein begehrtes Stipendium bei einem der renommiertesten Austauschprogramme, dem Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP), erhalten. Im August geht es für Annemarie Bork für ein Jahr in die USA.

Bundestagsabgeordneter Thomas Rachel, Schülerin Annemarie Bork und Schulleiter des Maximilian-Kolbe-Gymansiums Willy Meersmann (v.l.n.r). Annemarie hat einen Stipendienplatz des Parlamentarischen-Patenschafts-Programm erhalten und fliegt am 11. August in die USA. (Foto: ju)

Annemarie Bork ist 16 Jahre, sehr gut in der Schule, hat spannende Hobbys - Leistungsschwimmen - und sie ist wirklich sympathisch. Ganz locker erzählt sie von ihrem Leben, ihren Hobbys, aber auch ihren Befürchtungen vor dem nächsten Schuljahr. Denn das verbringt sie in den USA. Sie hat den im Kreis Heinsberg einzigen Stipendien-Platz des Parlamentarischen Patenschafts-Programm erhalten. Ganz spontan habe sie die Bewerbung eingereicht, verrät Annemarie. Dazu gehörte unter anderem auch ein Lebenslauf. Nach der schriftlichen Bewerbung ging es dann zu einem Interview nach Aachen. Auch bei diesem beeindruckte Annemarie Bork und wurde vom damaligen Bundestagsabgeordneten des Kreises Heinsberg, Leo Dautzenberg ausgewählt. "Ich konnte es kaum glauben, und kann es immer noch nicht fassen", freut sich Annemarie Bork ehrlich über das Stipendium. Die Bundestagsabgeordneten übernehmen für das Auslandsjahr die Patenschaft für den Austauschschüler aus ihrem Wahlkreis.

"Als Pate ist man der Rettungsschirm", erklärt Bundestagsabgeordneter Thomas Rachel, der von Leo Dautzenberg die Patenschaft für die Schülerin aus dem Kreis Heinsberg übernommen hat. Da Leo Dautzenberg aus dem Bundestag ausgeschieden ist und Annemarie somit keinen Paten mehr hätte, "adoptierte" der Bundestagsabgeordnete für den Kreis Düren, Thomas Rachel, die Wegberger Schülerin. "Meistens erfährt der Pate aber nur wie Sportwettkämpfe gelaufen sind und die Noten. Es liegt an den Schülern, den Kontakt zu halten." Dass Austauschschüler des PPP wirkliche Probleme haben, habe er aber noch nicht erlebt, betont Thomas Rachel, der das Parlamentarische Patenschafts-Programm gerne unterstützt. Während Annemarie in die USA geht, kommen auch Schüler aus den USA in den Kreis Heinsberg. Das angesehene Austausch-Programm sorgt dafür, dass es den Schülern im jeweils fremden Land gut geht. Schließlich werden die Stipendien vom Deutschen Bundestag und dem US-Kongress finanziert. Vor Ort gibt es engagierte Ansprechpartner und aus Gründen der Sicherheit "werden wir nur in ländlichen Gebieten wohnen. Großstädte kommen eigentlich nie vor", weiß Annemarie. Doch wohin es genau geht wusste sie zum Zeitpunkt des Pressetermins noch nicht. Am 11. August geht es für die Zehntklässlerin los. Durch das verkürzte Abitur befindet sie sich nun aber bereits in der Oberstufe. Das heißt, jeder Punkt, den sie macht, wird bereits im Abitur gewertet. Deshalb kann sie kein Schuljahr überspringen, sondern muss das Verpasste wiederholen.

Doch wiegen die dann gewonnenen Erfahrungen wohl das eine Jahr mehr als auf. Annemaries Schule, das Maximilian-Kolbe-Gymnasium steht hinter der Schülerin. Zwar hat sie sich eigenständig für das Stipendium beworben, doch ist die Schule stolz und gab ihr gerne die Genehmigung. Annemaries Eltern, gerade ihre Mutter, seien jedoch in Sorge, je näher der Abflugtermin komme, bestärken sie aber in ihrem Vorhaben.

"Meine Eltern haben mir sogar geraten, besser ein Jahr als nur ein halben Jahr zu gehen. Natürlich werde ich Freunde und Familie vermissen, hoffe aber, in den USA schnell Anschluss zu finden", ist Annemarie zuversichtlich. Gerade überwiege aber die Vorfreude und der Koffer liege bereit.

Super Sonntag, 26. Juni 2011 (Seite 32/K2)