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Elternschaft

Zielvorstellungen für die Rolle der Schule

a) Unterrichtsausfall
Unterrichtsausfall muss so gering wie möglich gehalten werden. Regelunterricht soll nicht durch andere schulische oder private Termine ausfallen. Vertretungsunterricht soll fachbezogen erteilt werden- nicht als einfache Betreuung der Hausaufgaben oder anleitungslose Selbstbeschäftigung der Schüler.

b) Grundwissen
Mit Hinblick auf die Studierfähigkeit und Arbeitsfähigkeit im Berufsleben ist die Vermittlung eines soliden Grundwissens notwendig. Ebenso wichtig ist das Erlernen von Arbeitsformen und Systematiken für Erwerb, Erweiterung und Anwendung dieses Wissens (Teamwork, Medien, Projektarbeit usw.).

c) Gemeinschaft und Persönlichkeit
Erziehung ist primär Sache des Elternhauses, aber die für das Leben in der Gemeinschaft notwendige soziale Kompetenz kann in vielen Elternhäusern heute nicht vermittelt werden. Auch unser Schulsystem ist in schwierigen Fällen nicht in der Lage, Defizite aufzufangen und auszugleichen. Im Sinne der Chancengleichheit wäre an jeder großen Schule der Einsatz einer sozialpädagogisch ausgebildeten Fachkraft wünschenswert, die Schülern, Lehrern und Eltern zur Verfügung steht. Dies hat sich in anderen Ländern längst bewährt. Gemeinsames Tun spielt an der Schule eine besondere Rolle. Ebenso das frühzeitige Erkennen jeglicher Gewalt, die auf Schülerinnen und Schüler einwirkt oder von ihnen ausgeht.

d) Individuelle Förderung
Offensichtlich klaffen Leistungsfähigkeit und –bereitschaft innerhalb der Schülerschaft immer weiter auseinander. Schüler mit schwächerer Begabung müssen gefördert, genauso aber auch solche mit stärkerer Begabung gefordert werden. Der individuellen Förderung ist dabei Vorrang vor Nivellierung durch Absenkung des Niveaus zu geben. Individuelle Persönlichkeiten müssen gestärkt werden. Die Schule entwickelt dazu Programme, die entsprechend der Beschlusssituation der Schulkonferenz nicht zulasten des Regelunterrichtes gehen dürfen. Bei offensichtlich fehlender Leistungsbereitschaft nimmt die Schule frühzeitig mit den Eltern Kontakt auf und fordert deren Unterstützung ein.

e) Wertschätzung der Leistung und Aktivität
Der Begriff der Leistung sollte positiv vermittelt werden. Auch Leistung kann Spaß machen! Auf alleine oder gemeinsam Erreichtes darf man auch stolz sein. Ziele sollen vorgegeben und ihr Erreichen eingefordert, kontrolliert, bewertet und anerkannt werden. Engagement und Leistungsbereitschaft der jeweiligen Lehrerinnen und Lehrer haben dabei besondere Vorbildfunktion.

f) Aktivität kontra Passivität
Im Gegensatz zum passiven Konsumieren sollte Freude am aktiven Tun- gerade auch in der Gemeinschaft- vermittelt werden (AG, Sachunterricht, Kunst, Musik, Studienfahrten usw.)

g) Evaluation als Chance
"Derjenige, der aufhört, besser werden zu wollen, hört auf, gut zu sein." Wenigstens einmal pro Schuljahr ist der Unterricht bezogen auf die zuvor vereinbarten Ziele von Lehrern und Schülern zu überprüfen und es sind neue Ziele zu vereinbaren. Bemessungskriterien können dabei sein: Effektivität, Verständlichkeit, Gestaltung und Themenauswahl. Diese Evaluation kann in jüngeren Klassen auch mit Beteiligung der Eltern und sollte baldmöglichst von Lehrern und Schülern eigenverantwortlich durchgeführt werden. Zielsetzung sind Qualitätssicherung des Unterrichts und Identifikation der Schüler und Schülerinnen wie auch der Lehrer und Lehrerinnen mit dem gemeinsamen Unterricht.