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Erziehungskonsens

1. Wissenserwerb und Kritikfähigkeit

Mit Hinblick auf die Studierfähigkeit und Arbeitsfähigkeit im Berufsleben sind die Vermittlung eines soliden Grundwissens, das Erlernen von Arbeitsformen und Systematiken für den Erwerb, die Erweiterung und Anwendung dieses Wissens notwendig. Mit Hinblick auf den Bildungsauftrag des Gymnasiums und die Gesellschaftsfähigkeit der künftigen Bürger ist die Vermittlung eines soliden Grundwissens unerlässlich, das sich an den humanistischen und demokratischen Traditionen orientiert. Das Fördern der Leistungsfähigkeit und das Einfordern von Leistungsbereitschaft ergibt sich hieraus als eine zentrale Aufgabe der Schule.

Auswahl und Anwendungsmöglichkeiten des Wissens müssen immer wieder moralisch und gesellschaftlich hinterfragt und legitimiert werden. Wissensvermittlung ohne Vermittlung von Kritikfähigkeit beschränkt die Erziehung auf bloße Anpassung, die einen gesellschaftlichen Fortschritt verhindert.

Aus den Begriffen "Wissenserwerb" und "Kritikfähigkeit" ergeben sich Forderungen an das allgemeine Niveau der Schule. Dies kann nur umgesetzt werden durch die individuelle Förderung, die der Unterschiedlichkeit der Begabungen Rechnung trägt ohne Schwächen zu diskriminieren.


2. Zivilcourage und Verständnis

Mit Hinblick auf die Entwicklung der Persönlichkeit, die sich natürlich auch im Raum der Schule ereignet, bildet die Zivilcourage ein Grunderfordernis: die prinzipielle, inhaltliche Identität von eigenen Überzeugungen und selbstverantwortetem Handeln. Selbstkritisches Verhalten und das selbstbewusste Vertreten des eigenen Standpunktes sind die Zielpunkte.

Das zweite Grunderfordernis lässt sich mit dem Begriff "Verständnis" umschreiben: das stete Bemühen um den Anderen als Partner, indem man sich auf der Basis der Anerkennung ein persönliches Verständnis fremder Positionen erarbeitet; Verständnis und wechselseitige Anerkennung sind die Basis von Toleranz.

Aus den Begriffen "Zivilcourage" und "Verständnis" ergeben sich Forderungen an die Vermittlung sozialer Regeln und die fördernde Berücksichtigung der charakterlichen Persönlichkeiten der am Lernprozess Beteiligten.


3. Selbstverwirklichung und Verantwortung

Die Ausbildung einer persönlichen Identität hat den Austausch mit anderen Menschen zur Grundlage. Selbstverwirklichung kann nur innerhalb der sozialen Gemeinschaft stattfinden. Deshalb ergänzen und korrigieren sich die Begriffe "Selbstverwirklichung" und "Übernahme von Verantwortung für die Gemeinschaft" stets wechselseitig. Diesen Zusammenhang deutlich zu machen, muss soziales Anliegen der Schule sein.

Im Sinne der humanistischen Grundorientierung muss die Schule Interessen fördern und wecken sowie den Blick für Alternativen zum massenmedial definierten Mainstream öffnen.

Aus den Begriffen "Selbstverwirklichung" und "Verantwortung" ergeben sich Forderungen an die Vermittlung von persönlichkeitsbildenden Werten und Prinzipien, aber auch an das Fördern individuellen Hinterfragens und das Respektieren individueller Entscheidungen.