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[ Berichte > Berichte für das Jahr 2006 > Bericht vom 28.01.2006 ]

Fast Faust - Klassisches Theater einmal anders

Frau Wulms mit den beiden SchauspielernDas klassische Drama "Faust" von Johann Wolfgang Goethe erfreut sich unter Schülern nicht immer größter Beliebtheit. Nun bemühte sich Frau Wulms mit Hilfe des Bremer Packhaustheater einen anderen Zugang zum "Faust" zu ermöglichen.

Wer in diesen Tagen versuchte Frau Wulms zu erreichen wurde unweigerlich von ihrem Anrufbeantworter vertröstet, doch anstatt der üblichen Bitte um Rückruf ertönte eine Werbung für das Theaterstück "Fast Faust". Soweit war Frau Wulms in der organisatorischen Vorarbeit aufgegangen, dass selbst das private Umfeld auf die Theatervorstellung fokussiert wurde. Eine Vielzahl von Details wollte koordiniert werden, Werbung in ganz Wegberg, aber auch ein Radiospot auf Welle West sollten für eine gut besuchte Schulaula sorgen.

In der oftmals stressigen Planung war demnach besonders der Literatur-Förderkurs von großer Hilfe. "Ohne diese Truppe hätte ich das nie geschafft!" mit diesen Worten würdigt Frau Wulms die Arbeit von etwa einem Dutzend Schülerinnen und Schülern des Maximilian Kolbe Gymnasiums.

Der Literatur-FörderkursDiesem engagierten Einsatz waren letztlich auch die voll besetzten Stuhlreihen sowohl am Freitagabend, als auch am Samstagnachmittag zu verdanken. Die Komödie "Fast Faust" begeisterte an beiden Tagen so sehr, dass die Zuschauer mit Standingovations den Abgang der Schauspieler begleiteten. Dabei war das "Erfolgs"- Prinzip recht einfach. Der traditionelle Handlungsstrang des Dramas wurde durch eine fiktive Beziehungsgeschichte angereichert.

Das als "Trio" angekündigte Schauspielerteam entpuppte sich als "Duo", welches durch angebliche Schwangerschaft dezimiert nun vor der Sisyphusaufgabe stand die 57 Rollen des "Faust" übernehmen zu müssen. Schon allein dieser Anspruch erregte allgemeine Heiterkeit.

Mephisto, der Teufel höchst persönlich und Gretchen, das unschuldige und gottesfürchtige Mädchen in einer Person zu vereinigen provoziert reihenweise Vergnügen.

Die Vorstellungen eröffneten "Faust" Fans eine neue, eher heitere Perspektive. Aber besonders Schüler, die bisher eher mäßig begeistert von Goethes Paradestück waren profitierten von der "anderen" Darstellungsweise, bewies das Ensemble doch eindrucksvoll, dass Schulliteratur nicht immer trocken und weltfremd sein muss.

Matthias Gillrath, Dirk Oligschläger