1.1. Selbstverwirklichung
Der Bildungswert des Faches Englisch für die Selbstverwirklichung unserer Schülerinnen und Schüler lässt sich auf zwei Ebenen definieren:
a) Perspektiven für die Persönlichkeitsentwicklung
Selbstverwirklichung setzt die Fähigkeit voraus, "über den eigenen Tellerrand zu schauen". Dies kann sich nicht im stillen Kämmerlein vollziehen, sondern findet in der Begegnung mit Menschen und in der Auseinandersetzung mit Situationen und Ereignissen statt.
Vor diesem Hintergrund eröffnet die Kommunikationsfähigkeit in der englischen Sprache unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, den Kontakt zu Menschen auch aus anderen Ländern zu suchen, Werte und Normen anderer Kulturen kennen zu lernen und ihren Erfahrungshorizont durch Auslandsaufenthalte zu erweitern. Dieses Bildungsziel erscheint zwar gerade in der modernen Globalisierungsgesellschaft als besonders aktuell, aber es ist darüber hinaus auch von grundsätzlicher Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung.
b) Perspektiven für den beruflicher Werdegang
Aufgrund der zentralen Stellung der englischen Sprache in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft eröffnet eine solide Beherrschung der englischen Sprache unseren Schülerinnen und Schülern auch hinsichtlich ihres beruflichen Werdegangs Perspektiven der Selbstverwirklichung.
2.1. Unsere Leitziele
Im Sinne des oben beschriebenen fachspezifischen Erziehungsbeitrages stellen die interkulturelle Handlungs- und Kommunikationsfähigkeit (d.h. die Fähigkeit zu sach-, situations- und adressatengerechtem sprachlichen Handeln) sowie die Fähigkeit zum selbstständigem Sprachenlernen (d.h. die Fähigkeit zur bewussten und eigenständigen Gestaltung der Lernprozesse beim Erlernen und/oder Verbessern einer Fremdsprache) die Leitziele des Englischunterrichts an unserer Schule dar.
Eine Ausdifferenzierung dieser Ziele findet sich in Modul 2 unseres "Schulinternen Curriculums" (erhältlich im Sekretariat sowie im Curricula-Bereich der Schulhomepage) und im Kernlehrplan Englisch für den verkürzten Bildungsgang des Gymnasiums - Sekundarstufe I (G8) in NRW (herausgegeben vom Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes NRW, 12007).
An dieser Stelle möchten wir jedoch einige Aspekte herausgreifen, die uns bei der Verwirklichung der genannten Leitziele von besonderer Bedeutung erscheinen und auf die wir an unserer Schule ein besonderes Augenmerk lenken möchten.
a) Sprachliche Richtigkeit und Flexibilität des Ausdrucksvermögens
Ein zentraler Aspekt des genannten Leitzieles ist unserer Meinung nach die Forderung nach dem Bemühen um sprachliche Richtigkeit und Ausdrucksflexibilität, da diese den Erfolg der Kommunikation entscheidend beeinflussen können. In Gesprächen und anderen Kommunikationssituationen (z.B. Leserbriefe, Vorträge, Darstellung von komplexeren Zusammenhängen etc.) geht es häufig nicht nur vordergründig darum, "einfach nur irgendwie verstanden zu werden", sondern auch darum, z.B. Nuancen und/oder emotionale Inhalte zu vermitteln oder sachlich präzise Worte zu finden, um das jeweilige Ziel der Kommunikation zu verwirklichen.
b) Interkulturelles Lernen
Sprachliches Handeln schließt per se auch eine interkulturelle Dimension ein, denn erfolgreich zu kommunizieren bedeutet auch immer, die in der Begegnung mit anderen Menschen geltenden allgemeinen und kulturspezifischen Umgangsformen und Kommunikationsregeln einzuhalten - sprich verantwortlich und konstruktiv zu kommunizieren.
Die Forderung nach Sach-, Situations- und Adressatenbezug greift diesen Gedanken ebenfalls auf, weist aber auch aus einer zweiten Perspektive auf die grundlegende Bedeutung des interkulturellen Lernens hin: Ohne eine gemeinsame Basis kommt eine konstruktive Kommunikation nur schwer zustande. Diese Basis beginnt bei der Offenheit und dem Interesse gegenüber dem Gesprächspartner oder -thema, geht über die Bereitschaft, sich eingehender mit einem Thema zu beschäftigen und Neues darüber zu lernen, und reicht schließlich bis hin zu umfassenderen gemeinsamen Sachkenntnissen, auf denen der Gedankenaustausch aufbaut.
2.2. Erprobungsstufe (Jahrgangsstufen 5 und 6)
In der Erprobungsstufe sollen die Schülerinnen und Schüler vor allem lernen, mündliche und schriftliche Kommunikation in Alltagssituationen zu bewältigen, sowie eigene Texte und Dialoge anhand von einfachen kreativen Aufgaben zu erstellen. Zudem sollen sie grundlegende Lernstrategien des Sprachenlernens erwerben bzw. weiterentwickeln.
Was den Anfangsunterricht anbetrifft, stellt sich vor allem die Aufgabe, die unterschiedlichen Lernstände, die sich aus der besonderen, altersangemessenen Konzeption des Englischunterrichts in der Grundschule ergeben, zu diagnostizieren und alle Schülerinnen und Schüler in der Weise zu fördern, dass sie nach einer Einführungsphase gleiche Chancen und Voraussetzungen zur weiteren, erfolgreichen Teilnahme am Englischunterricht erreichen. (Zum Englischunterricht in der Erprobungsstufe in Klassen mit Latein ab Jahrgangsstufe 5: s.u. 2.4).
Für den Englischunterricht in der Erprobungsstufe an unserer Schule lassen sich drei Schwerpunkte beschreiben:
a) Systematischer Spracherwerb und sprachliche Progression
Im Kontext von altersgemäßen Kommunikationssituationen (Familie, Schule Freunde etc.) werden die grundlegenden grammatikalischen Strukturen des Englischen, ein grundlegender Wortschatz sowie die vier Sprachfertigkeiten (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben) systematisch vermittelt und eingeübt. Vor allem im Bereich der Grammatik folgt der Spracherwerb dabei einer sprachlichen Progression, d.h. es werden in jedem Lernschritt gezielt ganz bestimmte aufeinander aufbauende grammatikalische Strukturen vermittelt und eingeübt, so dass die Schülerinnen und Schüler nach und nach ein Inventar grammatischer Strukturen erwerben.
Dieses Vorgehen hat - gegenüber einem Vorgehen, bei dem die sprachliche Progression hinter der thematischen Progression zurücktritt - den Vorteil, dass die Schülerinnen und Schüler die einzelnen Strukturen formal besser auseinanderhalten können und dadurch bei der Bildung von Sätzen weniger Fehler auftreten. Außerdem können die Schülerinnen und Schüler auf diese Weise die spezifische sinnstiftende Dimension bestimmter grammatikalischer Strukturen bewusster erfassen (z.B. der Gegensatz von simple past und present perfect), so dass ein nuancenreicheres Ausdrucksvermögen gefördert wird.
b) Textarbeit:
Erfahrungsgemäß zeigen die Schülerinnen und Schüler vor allem in der Erprobungsstufe ein großes Interesse daran, längere zusammenhängende Texte zu lesen. So beginnen sehr viele Schülerinnen und Schüler bereits am Anfang des Schuljahres, die Lehrbuchtexte - auch die der späteren Lektionen - zu lesen. Ebenso macht es den Schülerinnen und Schülern Spaß, zu den gelesenen Texten oder auch zu bestimmten Kommunikationssituationen eigene Texte und Dialoge zu verfassen und vorzutragen.
Nicht zuletzt um diese Motivation zu nutzen und zu fördern, nimmt die Textarbeit an unserer Schule bereits im Englischunterricht der Erprobungsstufe einen breiten Raum ein. Darüber hinaus bietet sich damit aber auch eine geeignete Methode, neuerworbene Strukturen und Redemittel in Kombination mit dem bereits Erlernten in bedeutsamen Kontexten anzuwenden und einzuüben.
c) Vermittlung von Techniken des selbstständigen Lernens
Im Englischunterricht der Erprobungsstufe - wie auch in der Sekundarstufe I insgesamt - wird stets die Entwicklung von Techniken des selbstständigen Lernens berücksichtigt (z.B. das Führen von Vokabel- und Grammatikheften, die Arbeit mit einer Vokabelkartei, die Erschließung von Wortbedeutungen, das Nachschlagen von Wörtern im zweisprachigen Wörterbuch etc.). Dies ist auch im Hinblick auf den Erwerb der zweiten Fremdsprache ab Klasse 6 für die Schülerinnen und Schüler von Bedeutung.
2.3. Jahrgangsstufen 7 bis 9 für Klassen mit Englisch ab Jahrgangsstufe 5 (= Lehrgang E5)
In den Jahrgangsstufen 7 bis 9 werden die Grundfähigkeiten des Spracherwerbs sowie die Lernstrategien und -techniken ergänzt und vertieft. Das sprachliche Leitziel aus der Erprobungsstufe wird erweitert. Leitziele bilden
a) die funktionale kommunikative Kompetenz, die auf konkrete Verwendungssituationen im Alltag, in der Aus- und Weiterbildung und der Berufsorientierung bezogen wird,
b) die interkulturelle Kompetenz (s. auch oben: 2.1.b),
c) die methodische Kompetenz, die darauf abzielt, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, selbstständig mit Texten und Medien umzugehen, ihre eigene Text-/Sprachproduktion planvoll zu gestalten und den eigenen Lernprozess selbstständig sinnvoll zu lenken.
Das bedeutet, dass die drei Schwerpunkte des Englischunterrichts der Erprobungsstufe im Prinzip bestehen bleiben, aber dem fortschreitenden Lernstand angepasst werden (vgl. auch Kernlehrplan Englisch für für den verkürzten Bildungsgang des Gymnasiums - Sekundarstufe I (G8), herausgegeben vom Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes NRW, 12007).
a) Systematische Grammatik- und Wortschatzvermittlung
Hinsichtlich der Sprachbeherrschung zeigen unsere Erfahrungen, dass die Schülerinnen und Schüler spätestens ab Beginn der Mittelstufe sowie mit zunehmender inhaltlicher Komplexität häufiger sprachliche Fehler machen, und zwar auch in bereits gelernten Bereichen. Daher halten wir es für zwingend notwendig die systematische Grammatik- und Wortschatzvermittlung - erweiternd wie auch wiederholend - auch in den Jahrgangsstufen 7 - 9 als einen wichtigen Bestandteil des Englischunterrichts beizubehalten. Dies ist u.a. auch für die erfolgreiche Teilnahme am Englischunterricht in der Sekundarstufe II von Bedeutung, da wir hier immer wieder feststellen müssen, dass Schwächen im Bereich der Sprachrichtigkeit auftreten.
b) Textarbeit und interkulturelles Lernen
Auf der Ebene der Textarbeit treten jetzt vor allem das interkulturelle Lernen sowie die Textsortenkompetenz, d.h. die Fähigkeit zur gezielten Texterschließung und sach-, situations- und adressatengerechten Textproduktion hinzu. Der Begriff "Text" umfasst dabei sowohl die schriftliche als auch die mündliche, audiovisuell und/oder bildlich vermittelte Kommunikation (z.B. Hörtexte, Videoclips, Filmausschnitte, Werbeanzeigen).
c) Vermittlung von Techniken des selbstständigen Lernens
Die Fähigkeit, sprachliche Probleme (z.B. Fragen der Grammatik, Wortschatzfragen, Arbeit mit dem einsprachigen Wörterbuch) selbstständig zu lösen, gewinnt ab der Klasse 7 immer mehr an Bedeutung, da sich Lernschwierigkeiten und/oder Wissenslücken aufgrund der immer komplexer werdenden Kenntnisse und Anforderungen jetzt individuell ausdifferenzieren. Dies gilt analog auch für die Lerntechniken (z.B. individuelle Wortschatzarbeit und Fehlerkartei,) wie auch die Techniken der selbstständigen Texterschließung und -erstellung. Die in der Erprobungsstufe erlernten Strategien werden daher nun vertieft und ausgebaut.
2.4. Englisch für Klassen mit Latein ab Jahrgangsstufe 5 (= Lehrgang E6)
Die Schwerpunktsetzung des Englischunterrichts in den Lateinklassen unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der Schwerpunktsetzung in den Klassen des E5-Lehrgangs. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass beim Erwerb des Englischen nun auch auf die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler aus dem Lateinunterricht zurückgegriffen werden kann (z.B. bei der Anwendung von Lerntechniken oder beim Verständnis grammatikalischer Phänomene). Daher kann die sprachliche Progression vor allem in der Mittelstufe etwas steiler sein, und erfahrungsgemäß bringen Schülerinnen und Schüler, die in der 5. Klasse mit dem Lateinunterricht begonnen haben, mit Abschluss der Sekundarstufe I gleich gute Voraussetzungen für die erfolgreiche Teilnahme am Englischunterricht der Sekundarstufe II mit wie die Schülerinnen und Schüler des E5-Lehrgangs. Zudem sind die Vorgaben des Kernlehrplans kumulativ angelegt, d.h. einzelne Anforderungen werden wiederholt Thema des Unterrichts sein und dabei im Anspruchsniveau dem Alter und Sprachstand der Schülerinnen und Schüler entsprechend angepasst.
Um die Motivation und das Erlernte aus dem Englischunterricht der Grundschule aufrecht zu erhalten wird auch im E6-Lehrgang das Fach Englisch im Stundenplan der Erprobungsstufe vertreten sein, allerdings mit deutlich reduzierter Stundenzahl: laut Vorgaben des Ministeriums jeweils 2 statt 4 Wochenstunden in den Jahrgangsstufe 5 und 6 [an unserer Schule erhalten die Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe 5 in der Regel zusätzlich eine dritte Englischstunde zur individuellen Förderung aus dem Kontingent der sogenannten "Ergänzungsstunden"; vgl. auch die Vorgaben der gültigen Fassung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung SI, einzusehen z.B. unter
http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/APOen/APO_SI-07-08.pdf].
2.5. Sekundarstufe II
Mit dem Übergang von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II erfolgt der Übergang von der Spracherwerbsstufe in die Textstufe. Das bedeutet, dass in der Sekundarstufe II die inhaltliche Arbeit an interkulturellen Themen sowie die Förderung der Text- und Medienkompetenz in den Vordergrund treten. Dabei baut die Weiterentwicklung der interkulturellen Handlungs- und Kommunikationsfähigkeit auf dem Englischunterricht der Sekundarstufe I auf. Hier zeigt sich, dass die Vermittlung einer tragfähigen Sprachkompetenz sowie der Entwicklung der Fähigkeit zur selbstständigen Gestaltung des Lernens in der Sekundarstufe I die grundlegenden Voraussetzungen für die erfolgreiche Teilnahme am Englischunterricht in der Sekundarstufe II darstellen.
Die interkulturelle Handlungs- und Kommunikationsfähigkeit wird in unserem 'Schulinternen Curriculum' inhaltlich und methodisch weiter differenziert. An dieser Stelle möchten wir jedoch zwei Aspekte ansprechen, die aus unserer Sicht für den Englischunterricht der Sekundarstufe II an unserer Schule von besonderer Bedeutung sind.
a) Förderung der Sprachkompetenz
Obwohl sich die Weiterentwicklung der Sprachkompetenz in der Sekundarstufe II vor allem im Rahmen der inhaltlichen Arbeit vollzieht, halten wir es für angebracht, auch gezielte, lerngruppenspezifische Spracharbeit in den Unterricht einzubeziehen, um die Sprachrichtigkeit und das Ausdrucksvermögen der Schülerinnen und Schüler in den Klausuren wie auch in den Unterrichtsbeiträgen zu fördern. Dies betrifft sowohl die Wiederholung bestimmter Grammatikphänomene, bei denen häufig Fehler auftreten, als auch die systematische Wortschatzarbeit (z.B. Bildung von Wortfeldern oder Zusammenstellung von Redemitteln zur Satzverknüpfung) und die regelmäßige Überprüfung v.a. der thematisch gebundenen Vokabelkenntnisse.
b) Interkulturelles Lernen
Vor dem Hintergrund des Erziehungskonsenses unserer Schule (vgl. insbesondere 2.1.b) halten wir es für notwendig, unsere Schülerinnen und Schüler im Englischunterricht der Sekundarstufe II besonders darin anzuleiten, sich eingehend und selbstständig mit den jeweiligen Themenbereichen auseinander zu setzen. Dazu gehören beispielsweise auch
die Analyse formaler Kriterien, die für den zur Diskussion stehenden Unterrichtsgegenstand (Text, Filmausschnitt etc.) charakteristisch sind und eng mit der seiner kommunikativen Zielsetzung zusammenhängen,
die Einbeziehung von bereits gelerntem Wissen - auch aus anderen Fächern - bei einer Stellungnahme,
die selbstständige Anwendung methodischer Vorgehensweisen bei der Analyse, Kommentierung und Gestaltung von Texten und Gesprächsbeiträgen.
Auf diese Weise wird die eingangs erwähnte interkulturelle Kommunikationsbasis unserer Schülerinnen und Schüler sachlich und methodisch fundiert, so dass sie sprachlich konstruktiv, verantwortungsvoll und effektiv handeln können und sich nicht auf allgemeine Floskeln, Wortgeklingel und inhaltliche Beliebigkeit ("Labern") zurückziehen müssen.
3.1. Sekundarstufe I
Die Forderung nach interkulturellem Lernen beinhaltet bereits die Perspektive des fächerverbindenden Lernens. Bezüge der Fächer Geschichte und Erdkunde zum Fach Englisch ergeben sich in der Sekundarstufe I neben dem regulären Unterricht zudem speziell im Bereich der Differenzierung Geschichte/Englisch (Jgst. 8) und Erdkunde/Englisch (Jgst. 9). Dies lässt sich wie folgt veranschaulichen:
a) Geschichte/Englisch (Jgst. 8)
Behandlung ausgewählter historischer Themen, die vor allem das Verständnis heutiger politischer Strukturen des englischen Sprachraumes fördern sollen, und somit auch aktuelle Fragen einbeziehen können. Mögliche Themen wären hier z.B.:
parlamentarische Monarchie Großbritanniens (Entstehung und heutige Situation)
Commonwealth
Weg der USA vom Kolonialismus zur Unabhängigkeit
Präsidentschaftswahlen in den USA
weltweite Verbreitung des Englischen
b) Erdkunde/Englisch (Jgst. 9)
Behandlung ausgewählter landeskundlicher Aspekte einer und/oder mehrer englischsprachiger Bezugskulturen (z.B. USA, GB, Australia, South Africa). Mögliche Themen wären hier z.B.:
wirtschaftsgeographische Faktoren und Besonderheiten (z.B. wirtschaftliche Struktur und Bedeutung der USA)
landschaftliche Besonderheiten (z.B. Australian Outback)
Bevölkerungsstrukturen (z.B. Schwarze und Hispanics in den USA)
*) Für Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 05/06 in der Jahrgangsstufe 5 waren oder jünger sind, gilt die Schulzeitverkürzung, durch die die Sekundarstufe I bereits nach Ende der 9. Klasse abgeschlossen ist.
3.2. Sekundarstufe II
In der Sekundarstufe II werden diese Bezüge vertieft und ausgebaut und es treten weitere Anknüpfungspunkte hinzu, z.B. zu den Fächern Erziehungswissenschaft oder Sozialwissenschaften.
Wünschenswert wäre es aus unserer Sicht zwar, die Lehrpläne noch stärker aufeinander abzustimmen, so dass die Schülerinnen und Schüler zum einen von dem in anderen Fächern Gelernten profitieren können, und zum anderen die Unterrichtsplanung auf bereits vorhandenen Voraussetzungen aufbauen kann. Die Möglichkeiten, einzelne Themenbereiche in unterschiedlichen Fächern in der Sekundarstufe II parallel zu unterrichten, so dass auch gemeinsame Projekte in Betracht kämen (z.B. zu den Themen Education, Ireland oder American Dream) sind jedoch leider durch die zentralen Themenvorgaben für das Abitur ab dem Abiturjahrgang 2007 stark eingeschränkt.
4. Öffnung der Schule
GAPP (= German American Partnership Programm)
Das GAP-Programm existiert an unserer Schule seit mehr als 20 Jahren. Durch eine intensive und durchgehende Partnerschaft mit einer High School in Concord im amerikanischen Bundesstaat New Hampshire wird einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgangsstufen 10 und 11 alle zwei Jahre die Möglichkeit gegeben, amerikanisches Leben unmittelbar kennen zu lernen.
Da der Aufenthalt, ebenso wie der Gegenbesuch der amerikanischen Schülerinnen und Schüler vierwöchig ist, wird von den Schülerinnen und Schülern ein hohes Maß an sozialer Kompetenz in den Gastfamilien gefordert - und diese damit zugleich auch gefördert. Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich anderen Ideen und Lebensformen zu öffnen, und müssen sich darüber hinaus in der erlernten Fremdsprache verständigen und diese damit auch praktisch anwenden.
Insgesamt kann der Austausch für die Persönlichkeitsentwicklung der einzelnen Schülerinnen und Schüler nicht hoch genug eingeschätzt werden. Darüber hinaus öffnet sich aber auch die Schule als Ganzes dem Austausch, wenn die Amerikaner vier Wochen in Wegberg verbringen.
Das GAPP aus der Sicht der Schülerinnen und Schüler (2002)
Wir haben uns beim Austauschprogramm beworben, weil wir unser Englisch verbessern und internationale Kontakte knüpfen wollten. Die Erwartungen, basierend auf den typischen US-Highschool Klischees, wie z.B. der "Homecoming"-Ball oder der Ruhm der Footballspieler, erfüllten sich. Besonders die saubere und gut ausgestattete Schule hinterließ einen positiven Eindruck. Durch das tägliche Sprechen auf Englisch lernten wir viele umgangssprachliche Wendungen und einfach "drauflos zu reden". Mit Hilfe des in der Schule gelernten Englisch fiel uns der Einstieg leicht. Anfängliche Schwierigkeiten wurden durch das Wiederholen von Sätzen und durch Gestik aufgehoben. Der Austausch hat uns in vielen Situationen unabhängiger gemacht und auch Freundschaften entstehen lassen, die lange anhalten werden. Einige von uns haben seit dem Austausch konkrete Pläne, eine längere Zeit im Ausland zu verbringen. Durch unsere positiven Erfahrungen können wir GAPP nur weiter empfehlen. Der Unterrichtsausfall, der durch den Austausch entsteht, wird durch die Erfahrungen vollständig kompensiert.
6.1. Fachkonferenz und Fachkollegium
Die Evaluation der Unterrichtsarbeit geschieht vor allem im Rahmen der Fachkonferenzen (z.B. Curriculumsrevision, Rückmeldung über die Eignung der Lehrwerke und Entscheidung über die Einführung neuer Lehrwerke etc.).
Zudem tauschen sich die jeweiligen Fachkolleginnen und -kollegen der unterschiedlichen Jahrgangsstufen regelmäßig (mindestens einmal pro Quartal) über die Belange des Englischunterrichts in der jeweiligen Jahrgangsstufe aus. Dabei wird in jedem Schuljahr jeweils ein Ansprechpartner/eine Ansprechpartnerin pro Jahrgangsstufe benannt, der/die eventuellen Gesprächs- oder Klärungsbedarf an die Fachvorsitzende/den Fachvorsitzenden zurückmeldet, so dass diese Punkte innerhalb der gesamten Fachschaft zur Sprache kommen können (z.B. in einer Dienstbesprechung oder einer Fachkonferenz).
Darüber hinaus stellt die informelle punktuelle Verständigung der Kolleginnen und Kollegen unserer Fachschaft untereinander eine wichtige Form der Evaluation dar und bezieht sich u.a. auf Klassenarbeiten und Klausuren sowie auf die Unterrichtsplanung. Auf diese Weise ist es möglich, spezifische Probleme einzelner Klassen oder Jahrgangsstufen unmittelbar zu erkennen und ihnen in Absprache mit der Fachkonferenz zeitnah zu begegnen.
Zur Erleichterung der Evaluation im Bereich der schriftlichen Arbeiten werden die Aufgabenblätter aller Klassenarbeiten und Klausuren in einem Ordner gesammelt. Auf diese Weise haben alle Fachkolleginnen/-kollegen die Möglichkeit sich schnell und unkompliziert darüber zu informieren, welche Anforderungen in den jeweiligen Parallelgruppen gestellt werden, und lerngruppenspezifische Diskrepanzen können schnell aufgedeckt und gemeinsam diagnostiziert werden.
6.2. Lernstandserhebungen, Zentralabitur*
Zur Standardsicherung hat das Schulministerium die Lernstandserhebungen und das Zentralabitur NRW eingeführt. Schulischerseits ermöglichen die Ergebnisse dieser zentralen Erhebungen und Prüfungen eine Evaluation des Unterrichts bzw. des Curriculums.
Lernstandserhebungen
Landesweit nehmen alle Haupt-, Real- Gesamtschulen und Gymnasien an den zentral durchgeführten Lernstandserhebungen in Englisch, Deutsch und Mathematik teil. Seit dem Schuljahr 2006/2007 werden diese in der Jahrgangsstufe 8 durchgeführt. Zu den Zielen dieser Lernstandserhebungen siehe:
http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lernstand8/ziele/
Zentralabitur NRW
Die Allgemeine Hochschulreife wird seit 2007 nach einem neuen Verfahren vergeben, bei dem die schriftlichen Prüfungen mit zentral gestellten Prüfungsaufgaben durchgeführt werden.
Zu weiteren Informationen zum Zentralabitur NRW siehe:
http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/abitur/
*Anmerkung: Zentrale Prüfung 10
Ab dem Schuljahr 2010/11 gehört die Jahrgangsstufe 10 des Gymnasiums nicht mehr zur Sekundarstufe I, sondern bildet die Einführungsphase der Sekundarstufe II. In dieser Jahrgangsstufe werden zentrale Klausuren lediglich in den Fächern Mathematik und Deutsch durchgeführt. Im Fach Englisch sind am Gymnasium keine zentralen Prüfungen vorgesehen (Stand September 2010, vgl. auch http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/zur-uebersicht/zentrale-klausuren-s-ii/zentrale-klausuren.html.)
7.1. Ausstattung
a) Alters- und sprachstandangemessene zweisprachige Wörterbücher
Zur Förderung des selbstständigen Lernens ist es sinnvoll, die Schülerinnen und Schüler bereits von der Unterstufe an mit der Benutzung von Wörterbüchern vertraut zu machen. Zu diesem Zweck konnten wir mit Hilfe der finanziellen Unterstützung unseres Fördervereins (vielen Dank an alle Fördermitglieder) bereits im Jahre 2002 einen Klassensatz alters- und sprachstandangemessener zweisprachiger Wörterbücher für die Unterstufe anschaffen. Bis dahin standen an unserer Schule lediglich einsprachige Wörterbücher zur Verfügung, die jedoch erst ab Klasse 10 in Betracht kommen, da der Einsatz ungeeigneter Wörterbücher (z.B. auch zweisprachige Wörterbücher der Eltern) die jüngeren Schülerinnen und Schüler eher abschreckt und daher eindeutig kontraproduktiv wirkt.
Wünschenswert wäre nun noch die Anschaffung eines Klassensatzes zweisprachiger Wörterbücher, die auch genau auf den fortgeschrittenen Lernstand und die fortgeschrittenen Lernbedürfnisse der Mittel- und Oberstufe abgestimmt sind. Dies ist besonders vor dem Hintergrund notwendig, dass die Benutzung zweisprachiger Wörterbücher in der zentralen Abiturprüfung (ab 2007) behördlicherseits zugelassen ist.
b) Ausstattung der Klassenräume und Flure mit Tageslichtprojektoren und Videorekordern
Zur Optimierung der Unterrichtsarbeit sind alle Klassenräume zum Schuljahr 2007/2008 mit Tageslichtprojektoren ausgestattet worden. Auf diese Weise kann beispielsweise die Textarbeit durch den Einsatz der lehrwerksbegleitenden Bildfolien effektiver und abwechselungsreicher gestaltet werden. Wünschenswert wäre nun auch eine weitere Aufstockung der Ausstattung mit leicht verfügbaren Video- und v.a. DVD-Spielern.
c) Fachraum Englisch-Deutsch
Im zeitgemäßen Englischunterricht der Sekundarstufe II (vgl. auch Richtlinien und Lehrplänen für die Sekundarstufe II - Gymnasium/Gesamtschule in NRW, hg. v. Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW, 11999) gewinnt der Einsatz von Filmen, TV-Beiträgen, auditiv vermittelten Unterrichtsgegenständen und von Computern eine wesentlich größere Bedeutung als es in der Vergangenheit der Fall war. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler medienkompetent zu machen, d.h. ihren kritischen Umgang mit verschiedenen Medien zu fördern. Zudem ist der Einsatz von Film- und TV-Ausschnitten in der Qualifikationsphase auch für die Klausuren vorgeschrieben und für die Abiturprüfungen zulässig. Hinzu kommt die Notwendigkeit, den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, für die Präsentation von Referaten technische Hilfsmittel (z.B. Beamer und Laptop für Powerpoint-Präsentationen o.ä.) zu nutzen. Die dadurch geförderte Fähigkeit zur ansprechenden und effektiven Präsentation von Arbeitsergebnissen wird unseren Schülerinnen und Schülern sowohl im Studium als auch späteren Berufsleben von großem Nutzen sein.
Um diesen Forderungen an einen modernen Englischunterricht leichter gerecht zu werden, konnten wir zusammen mit der Fachschaft Deutsch und vor allem mit der finanziellen Unterstützung des Fördervereins (auch hierfür vielen Dank an alle Fördermitglieder) einen speziellen Fachraum einrichten, u.a. mit der technischen Ausstattung zur Präsentation von DVDs, Videos und Computerpräsentationen. Wünschenswert wäre noch die zusätzliche Einrichtung mehrerer Computerarbeitsplätze mit Internetzugang, z.B. für die Durchführung computergestützer Unterrichtseinheiten oder einer Internetrecherche.
d) Neue Medien
Die Möglichkeit die EDV-Räume der Schule sowie die Computerarbeitsplätze in der Mediothek punktuell auch für den Englischunterricht zu nutzen eröffnet Arbeitsmöglichkeiten, wie etwa individuelles Arbeiten z.B. mit Vokabel- und/oder Grammatiklernprogrammen.
In diesem Zusammenhang wäre es wünschenswert, spezielle Lernprogramme mit den entsprechenden Nutzungslizenzen anzuschaffen.
7.4. Ein Wunsch an die Eltern und Erziehungsberechtigten
Ohne das Engagement der Eltern und Erziehungsberechtigten wäre Schule sicherlich nicht möglich, und in der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass die Arbeit an unserer Schule seitens der Eltern und Erziehungsberechtigten unterstützt wird. Darüber freuen wir uns.
Als Hilfestellung für die Eltern und Erziehungsberechtigten möchten wir, die Kolleginnen und Kollegen der Fachschaft Englisch, an dieser Stelle gerne unseren Wunsch konkret beschreiben:
Wir wünschen uns, dass unsere Schülerinnen und Schüler beim häuslichen Lernen und Arbeiten unterstützt werden. Dies gilt z.B. für die regelmäßige Hausaufgabenerledigung, aber auch für das wiederholende häusliche Lernen (z.B. der Vokabeln) und die Einübung von Lerntechniken (wie etwa dem Führen von Vokabelheften oder -karteien). Im Rahmen des Unterrichts in der Schule können wir - neben der Vermittlung und Übung des Lernstoffes - die Schülerinnen und Schüler in Lerntechniken einführen, ihnen Tipps und Hinweise für die Gestaltung ihrer Lernprozesse geben und den Erfolg überprüfen, aber das kontinuierliche unterrichtsbegleitende Lernen muss letztendlich zu Hause geleistet werden. Dazu benötigen die Schülerinnen und Schüler vor allem zu Beginn ihrer Schullaufbahn am Maximilian-Kolbe-Gymnasium die Unterstützung von Eltern oder Erziehungsberechtigten. Auf diese Weise können wir gemeinsam bewirken, dass unsere Schülerinnen und Schüler auch im Fach Englisch das Erziehungsziel unserer Schule erreichen.
(Stand: September 2010)
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