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Rationelle Energienutzung am MKG

Als sich Ende 1996 an unserer Schule eine Projektgruppe "Rationelle Energienutzung" bildete, ahnten die Schüler der Physik- und Sozialwissenschaftskurse und ihre Lehrer noch nicht, wie schwierig es ist, die riesige Energieverschwendung in unserem Schulgebäude wir-kungsvoll einzudämmen.

Ein sehr konkreter Bürgerantrag dieser Projektgruppe vom Januar 1997 benötigte fast drei Jahre, bis Verwaltung und Rat der Stadt Wegberg - zunächst auch nur für den Bereich Elektrizitätseinsparung - zustimmten.

Die Ergebnisse: Im Jahr 2000 wurden über 42.000 Kilowattstunden Strom an Gymnasium und Hauptschule eingespart! Das sind 18,13 % gegenüber dem Vergleichsverbrauch von 1996/97/98 (Durchschnittsverbrauch 236.271 kWh pro Jahr). Wegen technischer Probleme war die Einsparung im Jahr 2001 nur 13.222 kWh (= 5,6 %). In den Jahren 2002 ff betrug die Einsparung pro Jahr 11,41 %, 10,97 %, 4,07 % und 3,31 %. Dabei muss man den stark angestiegenen Computer- und Medieneinsatz im Unterricht mit berücksichtigen.

Hieraus ergibt sich das primäre Ziel für alle Beteiligten, also Lehrer, Schüler, Hausmeister und Schulträger, den Stromverbrauch weiter zu senken: 1.) durch den Austausch völlig veralteter Regelungen und Steuerungen (Umwälzpumpen, Lüftungsanlagen, Beleuchtungs-anlagen) und 2.) durch ein noch energiebewussteres Benutzerverhalten (Licht ausschalten, Computer ausschalten, Stand-by vermeiden, ...)

Sinnvoll und vertraglich festgelegt ist, 50 % der eingesparten Stromkosten zu investieren und z.B. die veralteten Lichtsteuerungen durch Präsenzmelder und energiesparende Lampen-systeme zu ersetzen.

Das zweite Ziel der Projektgruppe war die Errichtung einer Fotovoltaikanlage (=Solarzellen zur Erzeugung von elektr. Strom).

Seit dem 21.12.2001 haben wir eine solche Anlage mit 18 großen Solarzellen auf dem Schuldach. Dieser Strom wird in der Hausmeisterloge in Wechselstrom umgewandelt, mit einem Zähler gemessen und direkt ins Stromnetz eingespeist. Wie viel Strom jeweils erzeugt und eingespeist wird, kann man in der Eingangshalle an einer großen digitalen Anzeige ablesen. Mit einem Datenspeichersystem kann man die genaue Stromerzeugung der letzten 12 Monate auf einen Computer übertragen und bearbeiten. Als Übertragungsleitungen hierfür dienen die Stromleitungen in der Schule.

Die maximale Leistung der Anlage ist 2,7 kW. Das entspricht ungefähr dem Strombedarf von acht Computern oder den Lampen von drei Klassenräumen oder von einem Wäschetrockner.

Wir erzeugen zwar nicht viel Strom, aber die Anlage macht sich bezahlt. Den Kosten von etwa 18.000,- € stehen bei einer durchschnittlichen jährlichen Stromerzeugung von etwa 2.250 kWh auch jährliche Einnahmen von etwa 1.150,- € gegenüber (Einspeise-vergütung -,99 DM pro kWh, garantiert für die nächsten 20 Jahre). Da keine aufwändigen Wartungen notwendig sind, werden die Einnahmen in diesem Zeitraum etwa 23.000,-€ sein!


Tagesaktuelle Auswertung der Solaranlage:


 
 
Weiterführende Dokumentationen