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Biologie


Unsere Voraussetzungen am MKG

Neben den Fächern Chemie und Physik gehört der Fachbereich Biologie am MKG zu den naturwissenschaftlichen Fächern, die kontinuierlich und gemäß Kernlehrplan in der Sekundarstufe I und II unterrichtet werden.

Der Fachbereich Biologie verfügt über ein qualifiziertes und motiviertes Team von Unterrichtenden, die immer wieder durch Referendarinnen und Referendare ergänzt und erneuert werden (siehe Fachschaft Biologie). Das MKG hat für die Biologie eine räumliche Ausstattung, die neben vier großen Praktikums- und Übungsräumen auch kleinere Räume zur Vorbereitung experimenteller und praktischer Arbeiten zur Verfügung stellt. Mehrere kleine Sammlungsräume dienen der unterrichtlichen Vorbereitung; die Sammlung ist in einem guten Zustand und ermöglicht, neben dem Einsatz von allseits üblichen biologischen Einrichtungsgegenständen wie Tier- und Pflanzenmodellen, Filmmaterial, Bioplastiken oder Mikropräparaten auch experimentell anspruchsvollen und aufwändigen Einsatz im Bereich der Physiologie, Ökologie oder molekularen Genetik. Ein großer Computerraum mit 16 Arbeitsplätzen steht vorrangig der Biologie zur Verfügung und kann zur Nutzung multimedialer Lernprogramme und zu Internetrecherchen online gebucht werden. Diese Arbeit wird passend durch ein Interaktives Whiteboard, durch Computer-Beamer-Einheiten in jedem Fachraum und entsprechende Internet-Zugänge unterstützt.

Nicht zuletzt durch die bisher verständnisvolle Unterstützung des Schulträgers, aber auch durch die langjährige Hilfe des Fördervereins und damit der Hilfe der Elternschaft ist es gelungen, auch auf dem Gebiet des Einsatzes moderner Medien wie der Ausstattung mit Computern oder moderner wissenschaftlicher Nachschlagewerke und Software den neuen Herausforderungen an die Biologie und den Standards des Zentralabiturs gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang sind aber auch beständig weiterhin verstärkte Bemühungen notwendig.

Gemeinsam mit den beiden anderen naturwissenschaftlichen Fächern Chemie und Physik haben wir uns bisher seit der Einführung der Oberstufe im Jahre 1982 erfolgreich darum bemüht, in allen drei naturwissenschaftlichen Disziplinen Leistungskurse anzubieten und so die Synergien zwischen den genannten Fächern auch zu nutzen. Um dieses Ziel wollen wir uns im Rahmen der Naturwissenschaften (Aufgabenfeld III) auch in den kommenden Jahren bemühen. Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts ab der 8. Jahrgangsstufe hat die Fächerkombination Biologie/Chemie lange Tradition. Seit Jahren ist die Nachfrage sehr groß, so dass zum Teil pro Jahrgangsstufe sogar zwei Kurse angeboten werden können.


Für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klasse bieten wir im Rahmen der Begabtenförderung die Möglichkeit zur Teilnahme an sog. Förderkursen (siehe MINT-AG) an. Ziel dieser Kurse ist es, die Aktivität und Kreativität der "kleinen Forscher" zu fördern und sie zu zielgerichtetem Arbeiten anzuleiten. Dazu soll u. a. die Teilnahme an Wettbewerben, z. B. des Kölner Modells ("Chemie entdecken", "Biologisch") dienen. Gleichzeitig wird immer wieder ein Bezug zu aktuellen Themen hergestellt.


Wir streben an

  • unseren Schülerinnen und Schülern ein biologisches Basiswissen zu vermitteln und damit in Zusammenarbeit mit Chemie und Physik ein naturwissenschaftliches Allgemeinwissen zu erzielen, das durch die Möglichkeiten der Richtlinien auch überprüfbar und abgesichert sein muss; wir legen Wert auf ein gelungenes formales Arbeiten (z. B. gute Heftführung, das Anfertigen fachspezifischer Zeichnungen oder Skizzen, die Anfertigung eines Protokolls, die Planung, Durchführung und Bewertung eines Experimentes, aber auch den taktvollen Umgang mit allen Einrichtungsgegenständen der Schule u. anderem mehr);

  • den Schülerinnen und Schülern mit Hilfe von fachlichen, fach- übergreifenden und allgemeinen Kompetenzen (Schlüsselqualifikationen) zu einer zeitgemäßen Allgemeinbildung zu verhelfen;

  • jungen Menschen durch das Einüben wissenschaftpropädeutischen Arbeitens und entsprechender Techniken zur Studierfähigkeit zu verhelfen und gerade in der Biologie Interesse für neue Berufsfelder zu wecken; in diesem Zusammenhang profitieren wir von langjährigen guten Erfahrungen im Rahmen von berufsorientierenden Praktika an der RWTH Aachen oder der Forschungsanstalt in Jülich; sinnvoll und bisher nutzbringend sind auch Projektarbeiten oder Facharbeiten in der Oberstufe, die Möglichkeit, Informationen über das Internet in der benachbart gelegenen Mediothek zu beschaffen, an Schülerwettbewerben teilzunehmen (z. B. Biologieolympiade), die frühzeitige Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler durch Arbeitsgemeinschaften im Hause (bereits in der Unterstufe) oder die Förderung durch die Teilnahme an Seminaren der Deutschen Schülerakademie;

  • inhaltliche und formale Ziele, die sich aus den o. g. Ausführungen ergeben, sollen wie bisher in Kooperation der Fachkolleginnen und -Kollegen und verstärkt in der Fachkonferenz Biologie evaluiert werden.


Fachübergreifendes und fächerverbindendes Lernen

Neben der herausragenden Bedeutung des Fachunterrichtes soll durch "fachübergreifendes und fächerverbindendes Lernen" eine transdisziplinäre Kompetenz der Schülerinnen und Schüler am MKG angestrebt werden; zu diesem Zweck sollen "übergreifende Ansichten, Arbeitsmethoden und Lernstrategien" entwickelt werden, die Perspektiven zur Klärung und zu Lösungsstrategien komplexer Probleme der Gegenwart aufzeigen bzw. schaffen" (vergl. hierzu: A. Gerhardt - Dircksen und S. Müller: "Fachübergreifender und fächerverbindender Unterricht" - aus: PdN - Biologie 8/49, Jg. 2000: S. 1 ff.).

Der Biologie-Chemie-Differenzierungsunterricht im Wahlpflichtbereich der Jahrgangsstufen 8/9 bietet die Möglichkeit, durch die fächerübergreifende Anwendung von Fachmethoden und ihr Zusammenspiel vertiefte Kenntnisse und methodische Fertigkeiten zu erwerben. Diese Zielsetzung ist auch die Grundlage für die methodische Gestaltung des Unterrichts, so dass der Schwerpunkt auf praktischem und experimentellem Arbeiten in Schülerübungen mit selbständiger Planung, Durchführung und Auswertung liegt. Dies gilt auch für die Schulung der eigenständigen Bearbeitung von Literatur und Medien zur Gestaltung von beispielsweise Referaten und Materialsammlungen. Dabei werden die Inhalte so gewählt, dass sie möglichst schüler- und alltagsnah sind, fachliche Bezüge beider Fächer besitzen und praktisches, experimentelles Arbeiten möglich ist.

Neben dem Wahlpflichtunterricht in den Klassen 8 und 9 haben konkrete Planungen und ihre Durchführung in den letzten Jahren erhebliche Erfolge gezeigt. Die Fachkonferenzen der Fächer Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Erdkunde haben Synergien ihrer Curricula in einer fächerübergreifenden Konferenz erarbeitet. Dies macht Detailabsprachen der unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer der entsprechenden Fächer in einer Klasse möglich und den Unterricht noch effektiver.


Unterrichtsergänzende Projekte und Exkursionen

  • Exkursionen zu Schülerlaboren (Qualifikationsphase I: Genetischer Fingerabdruck)

  • Besuch des Neanderthalmuseums (Qualifikationsphase II: Humanevolution)

  • Ökologische Gewässeruntersuchungen in stehenden und fließenden Gewässern der Umgebung (Qualifikationsphase I: Erfassung ökologischer Parameter)

  • Besuch der Ausstellung "Vorbild Natur" im Naturparkzentrum des Kooperationspartners SIEMENS (Jg. 5/6)

  • Exkursionen zur NABU-Naturschutzstation Haus Wildenrath (Jg. 5/6)

Neben den oben genannten Exkursionsmöglichkeiten profitiert das Maximilian-Kolbe-Gymnasium von einer "offenen Konzeption" seiner Gestaltung und des schulischen Umfeldes, d. h. Klassen und Kurse sind relativ schnell "im Freien", um dort in praktischer Arbeit und unmittelbarem Kontakt Natur erfahrbar zu machen und dabei auch heimische Arten kennenzulernen, zum Beispiel beim Thema Waldökologie (Jg. 7).

Selten hat das Fach Biologie in so kurzer Zeit so viel Neues über die Grundlagen des Lebendigen erfahren und auch angewandt; neue Fragestellungen und fachliche Aspekte wie globale Biodiversität, Stammzellenforschung, therapeutisches Klonen und Präimplantationsdiagnostik verlangen aber auch nach Grenzziehung und dem Wunsch nach Diskussion und Austausch zur eigenständigen Meinungsbildung bei jungen Menschen. Hier bieten sich Synergien mit den Fächern Philosophie und Religion an.

 
Weiterführende Dokumentationen