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Geschichte

"Das Beste, was wir von der Geschichte haben,
ist der Enthusiasmus, den sie in uns erregt."
(J. W. Goethe)

Die Gegenwart durch die Vergangenheit verstehen - die Vergangenheit durch die Gegenwart verstehen und damit die Zukunft gestalten:

Das Fach Geschichte in der Schule will nicht den chronologischen Durchgang durch die Jahrhunderte als Aneinanderreihung von Fakten und Daten, sondern historische Fragestellungen erarbeiten, eine fragend-forschende Haltung der Schüler erreichen und die Fähigkeit entwickeln, selbst Antworten zu finden.

Zielsetzung ist die Ausbildung von Geschichtsbewusstsein. Dabei soll der Prozesscharakter der Geschichte deutlich werden und sollen die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit haben, ihre Vorstellungen und Fragen einzubringen.

Der Geschichtsunterricht sollte historische Sachverhalte mit der Lebens- und Erfahrungswelt der Schüler verbinden und ihnen Gelegenheit geben, die eigene Lebenssituation in ihren geschichtlichen Zusammenhängen zu reflektieren.

Eine weitere Aufgabe des Geschichtsunterrichts sollte es sein, Angebote zu einer positiven Identifikation mit der pluralistischen Gesellschaft und ihrer menschen- und bürgerrechtlichen, demokratischen und rechtsstaatlichen Wertetradition zu schaffen.

Er nimmt Partei gegen Menschenrechtsverletzungen und jede Form von Diskriminierung. Der Namensgebung unserer Schule "Maximilian-Kolbe-Gymnasium" verpflichtet, thematisieren wir insbesondere Antisemitismus und Verfolgung sowie Diskriminierung Andersdenkender.


Arbeitsschwerpunkte:

Folgende grundlegende Arbeitsschwerpunkte beinhaltet der Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe I:

  • das Erarbeiten von Orientierungswissen in den verschiedenen Jahrhunderten (vgl. Haus-Curricula),

  • die Einführung von Fachbegriffen,

  • die Vermittlung grundlegender methodischer Fertigkeiten und Fähigkeiten.

Die FachkollegInnen verpflichten sich, die nachfolgenden inhaltlichen Schnittstellen von einem Jahrgang der Sekundarstufe I zum anderen einzuhalten, um den Unterricht richtliniengemäß beginnen zu können:

  • am Ende des Jahrgangs 7 der Abschluss der römischen Spätantike,

  • Jahrgang 7 schließt ab mit Reformation und 30-jährigem Krieg,

  • Jahrgang 8 mit dem ersten Weltkrieg,

  • Jahrgang 9 mit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990.


Geschichte als Stundenplanfach - Geschichte im Alltag:

Die Geschichtslehrer am MKG werden als ihren Beitrag zur "Öffnung der Schule" bei allen sich bietenden Gelegenheiten versuchen, den Schülerinnen und Schülern die Wirksamkeit geschichtlicher Faktoren auch in der außerschulischen Gegenwart erfahrbar zu machen.

Die Wandertage werden weiterhin mit Nahzielen wie Köln, Xanten und Kommern historische Themen einbeziehen, wobei die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Fächern Geografie, Kunst, Biologie wirkungsvoll organisiert werden kann.

Die Kursfahrten im 1. Halbjahr der Jahrgangsstufe Q2 führen die Schülergruppen der verschiedensten fachlichen Ausrichtungen in der Regel an geschichtliche Schauplätze im europäischen Ausland (Prag, Florenz, London), deren jeweiligen Stellenwert im geschichtlichen Prozess die Historikerkollegen in der Vorbereitung und Durchführung verdeutlichen.

Die Oberstufenkurse nehmen weiterhin teil an Seminarveranstaltungen, sei es historischer Institute oder etwa des Bistums Aachen; die Facharbeiten des Jahrgangs Q1 orientieren sich, wo möglich, auch weiterhin an Möglichkeiten des lokalen Bezugs geschichtlicher Untersuchung.

Die Tradition der Abendveranstaltungen mit prominenten Wissenschaftlern und/oder Zeitzeugen (wie etwa zu den damaligen Perspektiven der UdSSR-Nachfolgestaaten mit Prof. W. Leonhard) soll weitergeführt werden.

Zurzeit (Juli 2002) ist nicht klar, ob der deutsch-polnische Schüleraustausch mit einem Gymnasium in Alstyn/Allenstein fortgeführt werden kann; die Historiker werden sich nach Maßgabe unserer Kräfte für dieses wichtige Projekt einsetzen.

Wünschbar ist eine Intensivierung gegenwartsbezogener Veranstaltungen, etwa mit der Einrichtung eines Kolloquiums "zur aktuellen Politik"; hier wie bei dem von den Germanisten betriebenen Intensivkurs "Zeitungsanalyse" kann interdisziplinär geschichtliches Problembewusstsein gefördert und Kenntnisverbreiterung betrieben werden.

In Klasse 7 und 9 bieten die Geschichtslehrer interessierten Schülerinnen und Schülern einen Förderkurs "Geschichte und Religion" an.


Evaluation:

Zur Erreichung der hier skizzierten Ziele des Geschichtsunterichts werden auch in Zukunft Lernstandskontrollen erfolgen, in denen die Schülerinnen und Schüler fachliche Kenntnisse und methodische Kompetenzen nachweisen. Zurzeit erörtern wir, inwieweit wir diese Kontrollen standardisieren können; etwa am Ende der 9. Klasse und zu Beginn der Jahrgangsstufe EF wollen wir auch mit diesem Mittel einheitliche Grundlagen für den Geschichtsunterricht in der gymnasialen Oberstufe schaffen.

 
Weiterführende Dokumentationen